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Mendig-Budel 20013

240 Rennradfahrer bewältigten die 235 Kilometer nach Holland

Die jährliche Radfernfahrt von Mendig ins holländische Budel ist mittlerweile seit vielen Jahren zu einer schönen Tradition geworden. Der Verein „Stichting Wieler Activiteiten Cranendonck“ (SWAC) veranstaltete die Tour wie stets am ersten Samstag im Juli und hatte dazu in 2013 dreißig Helfer im Einsatz. Zu der 17. Austragung am 07. Juli freuten sich die Veranstalter um Bér Timmermans über erneut gestiegene Teilnehmerzahlen und insgesamt 240 Fahrer aus Holland, Belgien, Deutschland und sogar aus Polen.

Auf der Distanz von 235 Kilometern führte der Weg über zahlreiche steile Anstiege der Eifel, unter anderem vorbei an der Hohen Acht und später durch den Naturpark Hohes Venn. 13budel1Das Höhenprofil schlug mit zunehmender Dauer immer weniger aus. Schließlich galt es, noch knapp 100 Kilometer durch das deutsche und später niederländische Flachland unter die Räder zu nehmen, bis nach der Überquerung der Maas die nahe Eindhoven gelegene Gemeinde Budel schließlich erreicht war. Unterwegs gab es für die Fahrer notwendige Stärkung an den Verpflegungstellen in Tondorf, Luchem und an der Deutsch-Niederländischen Grenze in Waldfeucht.

Von deutscher Seite waren Sportler des RSC Eifelland Mayen, des SV Alzheim, des VfB Polch und des RC Herschbroich mit von der Partie. Als der Startschuss in Mendig fiel und die Zweiradkolonne sich in Richtung Bell in Bewegung setzte, fanden sich ganz unterschiedliche Zielsetzungen unter den Fahrern. Einige wollten in der Spitzengruppe fahren, andere ihre persönliche Bestzeit setzen, wieder andere die Tour einfach genießen und für einige sollte sie einfach die Verwirklichung des Traums sein, einmal mit dem Rad über 200 Kilometer zurückzulegen. Die Wetterbedingungen waren für alle diese Vorhaben günstig, schließlich war es nicht zu heiß und nicht zu kalt und auch der Wind blies überwiegend in den Rücken. Spätestens am ersten schweren Anstieg nach Langscheid hinauf riss das Feld deutlich auseinander und eine 13-köpfige Spitzengruppe setzte sich ab. Diese sollte bis zum Ziel annähernd in dieser Konstellation Bestand habe. Vor allem die Fahrer des RSC Mayen drückten der Führungsgruppe einmal mehr ihren Stempel auf. Immerhin vier Fahrer des Vereins, Max Göke, Alexander Münch, Martin Reis und Markus Risse schafften es über die schweren Anstiege bis nach Reifferscheid. In der Abfahrt hinunter ins Ahrtal ereilte Alexander Münch dann leider ein Hinterraddefekt und der Kontakt zur Gruppe ging verloren. In der Spitze wird die Fernfahrt ähnlich einem Rennen bestritten und jeder möchte als erster Budel erreichen. Somit gab es auch keine Gelegenheit für ihn wieder nach vorne zu kommen. 13budel2Die anderen Mayener konnten das Tempo jedoch bis zum Ende halten und erreichten nach knapp unter sieben Stunden Fahrzeit für die 235 km lange und mit 2500 Höhenmetern gespickte Strecke das Podest auf dem Marktplatz von Budel. Besonders erfreulich aus deutscher Sicht, dass sich Daniela Gerhards vom RC Herschbroich als schnellste Frau über den Wanderpokal freuen konnte. Die stärkste Mannschaft war TWC Lierop aus den Niederlanden.

Es sollte noch über 4 Stunden dauern, bis auch die letzten Fahrer Budel mit gleichem Beifall und der Gratulation zu dem Geleisteten erreichten. Wie immer war in Budel annähernd der ganze Ort auf den Beinen und die Niederländer bereiteten allen Ankömmlingen einen wunderbaren Empfang. So feierte man zusammen bis in den Abend hinein, bevor es für die deutschen Sportler per Bus zurück in die Heimat ging. Begeistert von den tollen Eindrücken des Tages wurden während der Rückfahrt schon wieder Pläne für 2014 geschmiedet, auch wenn ein paar Stunden noch unter dem Eindruck der großen Erschöpfung aus dem ein oder anderen Mund ein „Nie wieder!“ zu vernehmen war. 

Martin Reis

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