index

Fernfahrt Mendig-Budel

Eine weitere traditionelle Radsportveranstaltung der Region ist die Fernfahrt Mendig-Budel, zu der sich jedes Jahr zahlreiche Teilnehmer aus der Region sowie aus den Nachbarländern Holland und Belgien einfinden. Vom Start in Mendig geht es über 230 Kilometer durch die hügelige Eifellandschaft und weiter durch das deutsche bzw. nierdländische Flachland bis nach Budel (nahe Eindhoven). Hier werden die Teilnehmer immer umjubelt empfangen, wenn die ganze Ortschaft eine riesige Feier auf die Beine stellt. Nach dem geselligen Abend mit den ausländischen Nachbarn erfolgt für die deutschen Sportler der Bustransfer zurück in die Heimat.

2016 fand die Jubiläumsausgabe "20 Jahre Mendig-Budel" am 02. Juli statt.

Streckenkarte 2016

kartebudel


Bericht 2016 von Alexander Münch

2016budel


Bericht 2014

budel

Teilnehmerrekord bei Radfernfahrt von Mendig (D) nach Budel (Nl). 360 Rennradfahrer bewältigten die 235 Kilometer nach Holland

Die jährliche Radfernfahrt von Mendig ins holländische Budel ist mittlerweile seit vielen Jahren zu einer schönen Tradition geworden. Der Verein „Stichting Wieler Activiteiten Cranendonck“ (SWAC) veranstaltete die Tour wie stets am ersten Samstag im Juli und hatte dazu in 2014 über 30 fleißige Helfer im Einsatz. Bei der 18. Austragung in diesem Jahr freuten sich die Veranstalter um Bér Timmermans über einen außergewöhnlichen Anstieg bei den Teilnehmerzahlen. Insgesamt 360 Fahrer vor allem aus Holland, Belgien und Deutschland bedeuteten absoluten Teilnehmerrekord.

Auf der Distanz von 235 Kilometern führte der Weg über zahlreiche steile Anstiege der Eifel unter anderem vorbei an der Hohen Acht, und später durch den Naturpark Hohes Venn. Das Höhenprofil schlug mit zunehmender Dauer immer weniger aus. Schließlich galt es, noch knapp 100 Kilometer durch das deutsche und später niederländische Flachland unter die Räder zu nehmen, bis nach der Überquerung der Maas die nahe Eindhoven gelegene Gemeinde Budel schließlich erreicht war. Unterwegs gab es für die Fahrer notwendige Stärkung an den Verpflegungstellen in Tondorf, Luchem und an der Deutsch-Niederländischen Grenze in Waldfeucht.

Von deutscher Seite waren hauptsächlich Sportler des RSC Eifelland Mayen und des VfB Polch mit von der Partie. Wer kurz vor dem Start auf dem Mendiger Marktplatz in die Gesichter der Radsportler sah, konnte ganz unterschiedliche Grade der Anspannung wahrnehmen. Für den einen oder anderen Fahrer geht es bei der Veranstaltung, bei der es sich ausdrücklich um kein Rennen, sondern um eine rein breitensportliche Fahrt handelt, vielleicht um die eigene Bestzeit. Andere Fahrer haben noch nie eine solche Distanz unter die Räder genommen und wissen im Vorfeld gar nicht, ob sie das Ziel erreichen. Glücklicherweise gibt es unterwegs allerdings sog. „Besenwagen“, die dafür sorgen, dass niemand auf der Strecke bleibt.

Nach dem Startschuss durch Bürgermeister Hans-Peter Ammel in Mendig setzte sich die Zweiradkolonne in Richtung Bell in Bewegung. Sofort bildete sich am ersten schweren Anstieg hinauf nach Langscheid eine Spitzengruppe, in der mit Max Göke, Alexander Münch, Martin Reis und Markus Risse vier Fahrer des RSC Mayen und mit Alexander Eggers und Philipp Lentz zwei Polcher Radsportler vertreten waren. 14budel1Hier erfuhren alle Starter ganz besondere Unterstützung durch eine tschechische Delegation, die zur Feier der 20-jährigen Städtepartnerschaft mit Mayen angereist war und nun mit Bürgermeister Rolf Schumacher das Schauspiel verfolgte und die Fahrer kräftig anfeuerte. Von dieser tollen Unterstützung war auch im 200 km entfernten Ziel abends in geselliger Runde noch die Rede.

Die Wetterbedingungen auf dem Weg zu diesem Ziel im holländischen Budel waren dabei besser als von manchem Wetterdienst angekündigt. Starker Wind und häufige Schauer, so hieß es im Vorfeld. Der starke Wind sollte sich zwar bewahrheiten, blies aber fortwährend von hinten oder schlimmstenfalls von der Seite und war somit eigentlich eher nützlich. Auch der Regen blieb nicht gänzlich aus, war aber bei durchweg warmen Temperaturen und hauptsächlich in Form von Nieselregen auch keine echte Bedrohung für die Zielambitionen der Teilnehmer.

Nach knapp 7 Stunden Fahrzeit erreichte die „deutsche Gruppe“ als erste größere Gruppe das Ziel und erhielt dafür auch den Mannschaftspokal. Als Wanderpokal beinhaltet er aber die Verpflichtung auch im Folgejahr dabei zu sein. Eine Verpflichtung, der wohl die meisten Teilnehmer angesichts der guten und liebevollen Organisation gerne nachkommen werden.

Es sollte noch über 4 Stunden dauern, bis auch die letzten Fahrer Budel mit gleichem Beifall und der Gratulation zu dem Geleisteten erreichten. Trotz vieler Schauer waren wieder viele Holländer auf den Beinen und bereiteten allen Ankömmlingen einen wunderbaren Empfang. So feierte man zusammen bis in den Abend hinein, bevor es für die deutschen Sportler per Bus zurück in die Heimat ging. Doch auch die Holländer hatten an diesem Abend noch Termine, schließlich stand das WM-Viertelfinalspiel gegen Costa Rica auf dem Programm und noch zum Abschied fachsimpelte man mit den deutschen Freunden zum möglichen Finale Deutschland-Holland. Es kam bekanntlich anders!

Martin Reis

Offizielle Webseite

> hier mehr


Berichte der Vorjahre

2013

> hier mehr

2011

> hier mehr

2009

> hier mehr


Sponsoren

> hier mehr