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Elbe-Touren 2007 und 2008

2007: "Mayener Radsportler auf dem Elberadweg und am UNESCO-Weltkulturerbe unterwegs"

Im Sommer 2007 war der RSC „Eifelland“ Mayen erneut zu seiner Ferientour unterwegs. Die traditionelle Etappenfahrt führte die Sportler entlang des Elberadwegs von Dresden nach Magdeburg. Am frühen Donnerstagmorgen flog die Gruppe vom Flughafen Köln/Bonn in die sächsische Landeshauptstadt Dresden. 07fluss1Bei bestem Wetter wurden die zahlreichen Sehenswürdigkeiten, wie z.B. Zwinger, Semperoper und die berühmte Frauenkirche, im Schnelldurchgang besichtigt, schließlich hatte man ja noch ca. 70 km bis ins Tagesziel in Strehla zu bewältigen. Dieser erste Tagesabschnitt ließ die Fahrer angesichts der unzähligen gastronomischen und kulturellen Angebote entlang des Radwegs staunen. So etwas hatte man in den vergangenen Jahren höchstens auf dem Donauradweg schon einmal erlebt. Um nur einige der Höhepunkte zu nennen,  wurde beispielsweise das Karl May-Museum in Radebeul und die „Porzellanhauptstadt“ Meißen besichtigt. Am späten Nachmittag traf die Gruppe dann in Strehla ein, wo eine besondere Unterkunft in historischem Ambiente auf sie wartete. Die Jugendherberge von Strehla befindet sich nämlich in einer alten Windmühle.

Auf der zweiten Etappe von Strehla nach Lutherstadt/Wittenberg hatten die Teilnehmer mit erschwerten Wetterbedingungen zu kämpfen. 07fluss2Der starke Wind kam den Fahrern genau aus Norden entgegen. Auch auf dem ca. 110 km langen Teilstück gab es wieder zahlreiche Sehenswürdigkeiten. So machten die Mayener Sportler unter anderem in Torgau, wo im zweiten Weltkrieg amerikanische und sowjetische Truppen erstmals aufeinander trafen, einen Zwischenstop. Tageshöhepunkt war aber das Etappenziel in Wittenberg, der Stadt, in der Luther seine berühmten Thesen an die Kirchentür schlug. Allerdings zeigten sich die Mayener enttäuscht angesichts des schlecht gepflegten Äußeren von „der” Luther’schen Kirche, da an vielen Stellen Unkraut wucherte. Umso schöner waren auch hier wieder die Rahmenbedingungen der Unterkunft, da die Jugendherberge diesmal im Wittenberger Schloss untergebracht war. 07fluss3Auch der  unrühmliche Höhepunkt der Tour muss leider mit Wittenberg in Verbindung gebracht werden. In der Nacht zum Samstag wurde die Gruppe Opfer von professionellen Fahrraddieben, die gezielt vier Räder entwendeten. So mussten die betroffenen Teilnehmer die dritte Etappe im Begleitwagen, gefahren von Benjamin Eggen, der den leider kurzfristig erkrankten Jürgen Bous bravourös ersetzte, zurücklegen.

Der starke Regen am Samstagmorgen zwang auch die verbliebenen Sportler ein Teilstück der ca. 100 km langen Etappe nach Magdeburg per Bahn zurückzulegen. So traf sich die Gruppe in Dessau um dort das Junkers-Museum zu besichtigen. In Magdeburg angekommen feierten die Sportler den Abschluss, der alles in allem gelungenen Etappenfahrt bis in die frühen Morgenstunden. Auch am abschließenden Sonntag stand noch einmal Kultur auf dem Programm. 07fluss4Die Mayener Radsportler besuchten den Magdeburger Jahrtausendturm, in dem die technische Entwicklung des Menschen von der Steinzeit bis zur Moderne sehr interessant dargestellt wurde. Mit zahlreichen Selbstversuchen konnte man so die Technik entdecken und deren Entwicklung nachvollziehen. Am Nachmittag trat die Gruppe dann die Heimreise per Bustaxi an. Alle Teilnehmer ließen hierbei die Tour Revue passieren und freuten sich angesichts der hervorragenden Organisation durch Thomas Eggen schon auf das kommende Jahr. 2008 wird die Elbetour mit Sicherheit ihre Fortsetzung finden. Unklar ist bislang nur, ob zunächst das Teilstück Magdeburg - Hamburg oder aber eine Tour von Prag nach Dresden durchgeführt werden soll.

Martin Reis


2008: "Mayener Radsportler unterwegs entlang der Elbe von Prag nach Dresden"

23. Juli: Am frühen Mittwochmorgen brachen Jens und Jürgen Bous vorzeitig mit den Rädern und Gepäck von Mayen nach Prag auf, wo sie gegen Nachmittag mit dem Rest der Gruppe am Flughafen zusammenstießen. 08fluss1Bei herrlichem Wetter nahmen die Sportler mit den Rädern die Fahrt in die Innenstadt auf, vorbei ging es u. A. an der Prager Burg, der Karlsbrücke und weiteren Sehenswürdigkeiten. Später bei der ersten Einkehr machte man dann gleich Bekanntschaft mit einigen speziellen Prager „Traditionen“. Am berühmten Wenzelsplatz ließ man schließlich den Tag bis in die frühen Morgenstunden ausklingen.

Tags darauf stand dann mit 116 km schon der längste Tagesabschnitt der diesjährigen Tour auf dem Programm. Der Weg führte entlang der Moldau und später entlang der Elbe bis nach Leitmeritz (Litomerice). Auf teilweise recht abenteuerlichen Wegen setzte zum Leitwesen der Gruppe ab und an leichter Regen ein, was die Fahrt jedoch dank der weiterhin recht hohen Temperaturen kaum beeinträchtigte. So erreichte man gegen Mittag schließlich den Ort Melnik, wo die Moldau in die Elbe mündet. Gegen Ende der Etappe wurde der Regen dann doch stärker, weshalb der Besuch der Festung Theresienstadt mitsamt Konzentrationslager auf den nächsten Morgen verschoben werden musste. Bei einer Führung konnten sich die Teilnehmer hier ein sehr genaues Bild der Festungsanlage und ihrer Nutzung durch die Österreicher und später dann durch die Nationalsozialisten machen.
Der Großteil der am dritten Tag noch zurückzulegenden Wegstrecke verlief durch die Tschechische Republik und hier und da waren am Wegesrand noch einige kulturelle Höhepunkte zu bewundern. 08fluss2Wenige Kilometer vor dem Tagesziel Bad Schandau erreichten die Sportler die deutsche Grenze, an der es sogar einen kurzen Schlussspurt gab. Auch die Ufer der Elbe hatten sich inzwischen verändert. Fuhr die Gruppe anfangs noch im flachen, weit ausgedehnten Elbetal, so türmte sich nun das beeindruckende Elbsandsteingebirge neben dem Ufer auf.

Die verbleibenden knapp 50 km Distanz zum Endziel in Dresden stellten auf der letzten Etappe kaum noch einen sportlichen Reiz dar und so war es eine mehr als willkommene Abwechslung, für 15 Flusskilometer das Fahrrad gegen ein Kanu einzutauschen. Von Königstein machte sich die Flotte auf den Weg, einige Boote hatten allerdings mit erheblichen Startschwierigkeiten zu kämpfen und kenterten gleich auf den ersten Metern. Trotz mehrfacher (teils freiwilliger, teils unfreiwilliger) Ausflüge ins kühle Nass kamen alle Kanuten wohlbehalten in Pirna an und freuten sich auf die letzten Radkilometer der Tour.

Einen gebührenden Abschluss fand die Etappenfahrt in dem berühmten „Pulverturm“ in Dresden, einem ehemaligen Waffenlager und heute mittelalterlich eingerichteten Restaurant08fluss3. In diesem herrlichen Ambiente feierte man bei deftigem Essen und reichlich kühlen Getränken die gelungene, wie immer von Thomas Eggen hervorragend organisierte Tour. Die ohnehin großartige Stimmung wurde noch durch die Minnesänger und Taschenspieler gesteigert.
Am Sonntag bot sich vor dem Abflug am Nachmittag ein letztes Mal die Möglichkeit, die zahlreichen Sehenswürdigkeiten Dresdens zu besichtigen, darunter die Frauenkirche und der Zwinger. Einen sportlichen Ausklang fand die Tour mit dem Besuch der Internationalen Sachsentour der Radprofis und dem damit verbundenen Jedermann-Rennen, welche in Dresden Station machten.
Auf der Heimreise begannen dann auch bereits die Planungen für das nächste Jahr, die Erkundung des Mains wurde näher ins Auge gefasst.

Martin Reis

 

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