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Ruhr-Tour 2009

"Tour de Ruhr – Mayener Radsportclub auf Etappenfahrt im Ruhrgebiet unterwegs"

Gemeinsame Radtouren gehören schon lange zum Programm des Radsportclub Eifelland Mayen. Besonders etabliert hat sich dabei die Flusstour in den Sommerferien, zu der eine Gruppe junger und älterer Radsportler jedes Jahr aufs Neue aufbricht. Sportliche Aktivität, Kultur, Spaß und Geselligkeit stehen im Mittelpunkt der schon traditionellen Etappenfahrt und sorgen immer wieder für unvergessliche Erlebnisse bei den Teilnehmern.

Anfang August brachen erneut neun Radsportler per Bahn von Mayen in Richtung Winterberg im Hochsauerland auf, um von dort aus die Ruhr zu „erfahren“. 09fluss1Wie immer von Thomas Eggen hervorragend organisiert und in Begleitung von Transportfahrer Jürgen Bous führte der Weg auf vier Etappen zwischen 65 bis 90 Kilometern Länge von der Quelle bis zur Flussmündung in den Rhein in Duisburg. Zwischenstationen waren die Orte Meschede, Schwerte, Essen-Werden und Düsseldorf. Am fünften Tag erfolgte dann die Heimfahrt auf der längsten Etappe über Köln zurück nach Mayen.

Nach der beschwerlichen Anreise am Morgen stand als Einstimmung auf die Radtour der Besuch des Bikeparks in Winterberg auf dem Plan, wo sich die Mayener ein Bild von den Abfahrtskünsten der Downhiller und Mountainbiker auf den Radparcours machen konnten. Im Anschluss fuhr man direkt zur nahe gelegenen Flussquelle am Fuße des Ruhrkopfes, wo man zu aller Überraschung nur einen kleinen Bachlauf mitsamt einer kleinen Steintafel vorfand. Die Ruhr steckte hier noch in den Kinderschuhen, doch die Ausmaße des Gewässers nahmen auf dem Weg durch den Naturpark Arnsberger Wald bis zum Tagesziel in Meschede schon bald deutlich zu. Kulturelle Höhepunkte der ersten Etappe waren ein Wettstreit auf der Kartbahn und die Grubenbahnfahrt in die Tiefen des Besucherergwerks Ramsbeck.

Tags darauf ging es bei traumhaftem Radsportwetter auf 93 Kilometern Länge bis nach Schwerte. Zügig vorankommend blieb zwischendurch genügend Zeit zur Besichtigung der schönen Arnsberger Altstadt. 09fluss2Am Ende des Tages wartete neben dem Schwimmbadbesuch in der Jugendherberge Radstationen ein außergewöhnliches Erlebnis, als man in gemütlichen Bauwagen das Nachtlager aufschlug.

Wolken verhangen begann der dritte Tag und pünktlich zum Aufbruch mit dem Rad fiel der erste Regen. Nach durchnässter Fahrt am Morgen entschied sich die Gruppe zur Besichtigung des Museums im Steinkohlebergwerk Zeche Nachtigall, was sich jedoch für die Meisten als Enttäuschung entpuppte. Per Fähre überquerte man im Anschluss den Fluss und fuhr zur Mittagsrast in die Gemeinde Hattingen. Kurz vor dem Tagesziel in Essen-Werden entschädigte dann aber die Visite der prächtigen Villa-Hügel, dem ehemaligen Wohnhaus der Industriellen-Familie Krupp.
Die Flussmündung in Duisburg erblickten die Radsportler am Mittag des vierten Tages nach der Durchreise von Mülheim an der Ruhr und Oberhausen. Das letzte Teilstück des insgesamt 219 Kilometer langen Flusses verlief wie erwartet wenig spektakulär und durch weitgehend industriell geprägte Landschaften, sodass man zügig bis nach Düsseldorf weiterfuhr. 09fluss3An der „längsten Theke der Welt“ fand das Abenteuer Ruhr schließlich seinen verdienten Ausklang.

Ihr radsportliches Ende erreichte die Tour jedoch erst mit der Heimfahrt nach Mayen am folgenden Tag. Auf überwiegend bekanntem Wege verlief der mit 152 Kilometern längste Abschnitt entlang des Rheins über Köln, Bonn und Remagen und verlangte den meisten Teilnehmern noch einmal einiges an Kraft ab. Nach 485 Gesamtkilometern war für alle Teilnehmer die Genovevaburg endlich in Sichtweite. Ohne Stürze oder Pannen, jedoch mit reichlichen Erinnerungen kamen alle Sportler wieder zu Hause an. Für das kommende Jahr hat man bereits die Isar als neues Tour-Ziel ins Auge gefasst, die Vorfreude darauf ist schon jetzt zu spüren.

Martin Schäfer

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