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Tauber-Main-Rhein-Tour 2011

Mit dem Rad zwischen Fachwerkhäusern und Wolkenkratzern

Der RSC „Eifelland“ Mayen unternahm seine traditionelle Flüssetour in diesem Jahr Anfang August. Die Mehrtagesfahrt führte die Teilnehmer vom 2010er Tourenschlusspunkt in Dinkelsbühl über die Etappenorte Rothenburg ob der Tauber, Wertheim, Aschaffenburg und Mainz zurück nach Mayen. Die Wegführung lässt erahnen, dass in diesem Jahr mehr als nur ein Fluss beradelt wurde. Vom mittelalterlichen Dinkelsbühl ging es flussaufwärts entlang der Wörnitz bis zur Quelle in Schillingsfürst, um dann der Tauber flussabwärts zunächst nach Rothenburg o. d. Tauber zu folgen. Die besondere Atmosphäre der historischen Altstadt erlebten die Mayener hautnah in dem altehrwürdigen Gebäude der Jugendherberge und bei einem Stadtrundgang.

Auf der folgenden Etappe zur Taubermündung in Wertheim am Main reihte sich ein sehenswertes Städtchen an das nächste. 11fluss1Auch landschaftlich war die Fahrt über den Radweg „Liebliches Taubertal“ ein Genuss, wenngleich der ein oder andere Mitfahrer angesichts einiger giftiger Steigungen die Wortbedeutung von „lieblich“ arg in Frage stellte.
Spätestens beim abendlichen Besuch des Altstadtfestes in Wertheim waren die Strapazen der knapp 120 km langen Etappe jedoch vergessen. Die Radsportler konnten sich hier ausgiebig in geselliger Runde erholen, standen am Folgetag auf der ersten „Mainetappe“ nach Aschaffenburg doch nur knapp 70 Kilometer auf dem Programm. Umso mehr Zeit blieb daher für Zwischenstopps und Besichtigungen. Eine ausgedehnte Mittagspause im ältesten Gasthaus Deutschlands, dem Hotel „Zum Riesen“ in Miltenberg, war dabei ein weiterer Höhepunkt. Der relative Mangel an Sehenswürdigkeiten im Tagesziel Aschaffenburg, sieht man einmal vom Stadtschloss ab, wussten die Mayener mit einer Erkundung der örtlichen Gastronomie bis in die frühen Morgenstunden geschickt auszugleichen.

Die folgende vierte Etappe offenbarte den „Eifelländer“ Radlern dann einen großen architektonischen Kontrast. Während man morgens noch den historischen Stadtkern von Seligenstadt mit seinen zahlreichen Fachwerkbauten bewunderte, nahm die Gruppe das Mittagessen in Frankfurt auf einem schwimmenden Gasthaus direkt gegenüber der Skyline von „Mainhattan“ zu sich.
Mainz, als letzter Übernachtungsort, stellte dann zum Tagesabschluss nochmal eine Mischung von Großstadt und historischem Stadtkern. Nach dem obligatorischen Mündungsfoto und einer kleinen Stadtführung folgte ein leckeres Abendessen im Brauhaus „Eisgrub“. Eine entsprechende Stärkung war auch von Nöten, immerhin sollte die letzte Tagesetappe von Mainz zurück nach Mayen mit über 130 Kilometern sportlich die anspruchsvollste sein.
11fluss2Schon eine frühe Rast in Bingen unweit der Ruine der Hindenburgbrücke, bleibt den Teilnehmern in lustiger Erinnerung. Beim Versuch, zwei Nachzüglern den Weg dorthin zu beschreiben, wurden jegliche Schilderungen von Organisator Thomas Eggen „… an der Hindenburgbrücke …“ mit einem leicht gereizten „Es gibt in ganz Bingen keine Rheinbrücke!“ abgewürgt.
Weiter durchs Weltkulturerbe Mittelrheintal mit seinen vielen Burgen ging es zur Loreley und dann nach Boppard. Angesichts der langen Etappe nahmen die Fahrer in Boppard die Möglichkeit, ein paar Höhenmeter Richtung Hunsrück kraftsparend mit dem Sessellift zurückzulegen, allzu gerne wahr. Bei tollem Wetter schwebten die Fahrer samt ihrer Räder zur letzten Rast am „Vierseenblick“.
Den Hunsrück überquert, kurz entlang der Mosel, das Schrumpfbachtal hinauf, über den bestens bekannten Maifeld-Radweg, und schon war die Gruppe wieder in Mayen. Bei Organisator Thomas Eggen nahm eine tolle Tour ihren gemütlichen Ausklang. 470 km und (etwas kleinlich gezählt) 7 Flüsse erradelten die Mayener Radsportler. Ihr Dank gilt dabei einmal mehr dem Organisator, der Jahr für Jahr mit Höhepunkten gespickte Touren ausarbeitet, aber auch ganz besonders der guten Seele im Gepäckfahrzeug, Jürgen Bous, der mit unermüdlichem Einsatz zuverlässig den Fahrern zur Seite steht. Danke.

Martin Reis

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