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Großer Preis des Donnersbergkreis Bolanden

24.06.2012 - Max Göke fährt bravouröses Rennen und seine allererste Platzierung heraus

Der RSC Mayen war an diesem Sonntag beim „46. Großen Preis des Donnersbergkreises“ in Bolanden stark vertreten. Das Rennen lockte uns mit einer 7,8 Kilometer langen Runde, welche einen knackigen, ca. 1 Kilometer langen Berg enthielt. Am Start standen Julius und Sinus Molinski, Martin Reis, Julian Biefang und meine Wenigkeit. Julius überzeugte mit gewohnt starken Leistungen und einem guten 5. Platz. Gratulation!

Der Start der C-Klasse erfolgte um 12:25 Uhr. Zu Beginn des Rennens war das Hauptfeld ungefähr 140 Fahrer stark. Es ging relativ ruhig los, da es bis zu dem Berg, 2 km vor dem Ziel, nur flach und bergab geht. Nun das erste mal den Anstieg hoch. Ich positionierte mich weit vorne im Feld, um der Gefahr, aus dem Feld zu fliegen, entgegen zu wirken. Der Berg wurde von Freunden, die das Rennen bereits bestritten, als knallhart beschrieben, weshalb der Respekt recht groß war. Plötzlich vor mir... laute Schreie und ein Rad, welches in Kopfhöhe dicht vor mir herumflog. Ich ging voll in die Eisen und fuhr knapp am ersten gesehenen und doch oft beschriebenen Sturz im Feld in meiner Radsportkarriere vorbei. Gott sei Dank fuhren wir nicht allzu schnell und ich hoffe, den beteiligten Fahrern geht es gut! Nun kam der gefürchtete Anstieg und ich befand mich durch den Sturz am Ende vom Feld. Was halfs? Kette rechts und nach vorne sprinten.

Der Berg war für mich gut zu fahren, da er relativ kurz ist und hinterher eine 1km lange Gerade bis zum Ziel kam. So ging es nun bis zur 4. Runde weiter. Immer vorne in den Berg rein fahren und auf der Gerade Druck aufs Pedal, um es den hinten fahrenden Fahrern schwer zu machen, dass Feld zu halten. Im Rennen der C-Klasse wurden alle 2 Runden Prämien in Höhe von 30, 20 und 10 Euro ausgegeben. In der Vierten Runde setzte ich mich im Berg ab und wurde auf der Geraden nur von 2 Fahrern überholt, bekam somit 10 Euro. 12bolanden1Das Rennen lief weiterhin ziemlich gut. Ich fuhr die meiste Zeit unter den ersten 20 Fahrern und konnte so aktiv am Renngeschehen teilnehmen, vor allem das Tempo oft selbst bestimmen, was sich sehr schonend auf meine Muskulatur auswirkte. Weiter hinten fielen dem selektiven Kurs geschuldet immer weitere Fahrer zurück, sodass zum Rennende nur noch knapp 40 Mann im Rennen waren.

Da meine bisherigen Erfahrungen zeigten, dass die letzte Runde vor dem Rennende locker gefahren wird, dachte ich, halte dich aus dem Endsprint raus, du hast eh keine Chance. Fahr lieber die letzte Prämie. Jedoch attackierten 3 Fahrer im Berg ziemlich heftig und ich konnte nicht mitfahren, entschloss mich also, vielleicht doch eine Platzierung einzufahren. Ich führte das Feld also von Vorne in den letzten Berg hinein. Keiner traute sich zu attackieren, was mir wiederum ermöglichte, mein Tempo zu fahren. Ab der Hälfte des Berges überholten mich 4 Fahrer und ich klemmte mich an das Hinterrad eines "Lexxi"-Fahrers, da ich wusst, "der kann eine Platzierung fahren, hat er doch schon drei." So kam es zum Endspurt, bei dem ich mich auch direkt hinter ihm befand und das Rennen auf dem 7. Platz beendete. Genial! Die Freude war gigantisch. Das erste mal eine Platzierung und das in einem harten C-Rennen. Aber eventuell gesellt sich ja noch die ein oder andere dazu. Das es machbar ist weiß ich ja jetzt. Meine beiden Vereinskollegen mussten übrigens aus verschiedenen Gründen das Rennen frühzeitig beenden, unterstützten mich gegen Ende aber toll vom Straßenrand aus.

Max Göke


Senioren-Rennen:

Bolanden!!! Mittlerweile habe ich einen riesengroßen Respekt vor Straßenrennen und deren besonderem Flair. Traditionsrennen! Was bedeutet das? Vielleicht ein Klickerrennen? Brauchen die vielleicht ein paar frische Fahrer? Mitten in der Provinz, werden überhaupt die richtigen Rennfahrer anreisen?  So unbedarft, wie ich bis jetzt an dieses Thema rangegangen bin, kann ich nicht mehr sein.  Vielleicht liegt es auch daran, dass die Lizenz einem Gebetbuch gleicht, es sind heilige Schritte, die man geht, zu dem Bereich, wo die heilige Nummer in Empfang genommen wird. Kurz vor Rennbeginn wird sie erst montiert, man will Inkognito bleiben, vielleicht, um dem Favoritenstatus zu umgehen…

Viel zu früh mussten wir aus den Federn, Julius´ Rennen war schon um 9.00h, das hieß: 1,5h vorher da sein, mitten in der Nacht Nudeln essen und die Hunde einpacken. Ich hätte es ganz ruhig angehen lassen können, mein Rennen war erst um 13:45h angesetzt. Martin, Max und Julian Bielfang waren auch gemeldet und unser Mitfahrer und "Spezi" Richard fuhr bei den U17ern mit. Man konnte in fast jedem Rennen mitfiebern und jubeln. Julius Zeit ist eher um die Mittagszeit, gerne hätte ich mit ihm getauscht. So früh ist sein Motor noch nicht wirklich auf Betriebstemperatur, er kämpfte wie ein Stier und landete auf Platz 5. Wenn man weiß, in welch exzellentem Fahrerfeld er sich befand, eine tolle Leistung. Alle, die sich in den vorderen Plätzen der deutschen Meisterschaft tummelten, waren wieder am Start.

U17-Rennen: Ein hochklassig besetztes Fahrerfeld (nach Richards Auskunft, er wollte schon wieder nach Hause fahren, als er die Starterliste gelesen hatte), er war trotzdem an der Spitze. Doch dann hatte er einen Platten, flog aus der ersten Gruppe raus. 12bolanden2Wir litten alle mit, er hatte aber später wieder seinen für ihn typischen Humor wieder gefunden. Dann kamen die C-Fahrer, am Anfang noch Max und Martin zusammen im Feld. Ich musste mich schon warm fahren, konnte leider keine Bilder machen. Später sah ich nur noch Max, der ja einen hervorragenden 7. Platz belegte. Glückwunsch von mir.

Dann kam mein Rennen: Die Senioren. Lauter Top Athleten. Top Material. Ich erhoffte mir, dass das Tempo bitte wenigstens am Anfang nicht so hoch ist. Von wegen, es ging direkt zur Sache! Ich habe mich mehr nach hinten orientiert, da ich einen Heidenrespekt vor dem Gerangel in den Engpässen habe. Mit 65 Sachen sind wir dann auf die Gegengerade geschossen, nach einigen Kilometern kam dann die Stelle, wegen der es in Bolanden so interessant ist… die lange Steigung.
Ich hatte Schwierigkeiten, in der ersten Runde einen Rhythmus zu finden, flog aus dem Feld raus und befand mich zwischen Feld und einem versprengtem Grüppchen. Lange ging das nicht gut, alle Bemühungen, an das Feld ranzukommen, scheiterten. Mir fehlte einfach der Windschatten. Ich ließ mich zurückfallen und konnte gut in dieser neuen Gruppe mithalten. Ja, eine neue Erfahrung stellte sich ein: ich leistete Führungsarbeit!

Mit zwei Kollegen wechselte ich mich ständig ab und es hat sogar spaß gemacht… unglaublich! Bei der sechsten Runde am Berg kam das, was kommen musste. Meine Muskeln waren überfordert, ich bekam Krämpfe und musste auf den letzten 500 m abreißen lassen. Noch beim letzten Anstieg dachte ich, dass Julius und ich nächstes Jahr U17 trainieren werden und ich dann vielleicht den Berg etwas besser angehen kann, wenn ich mir Bolanden noch mal antue. Als ich Julius vor einer Woche fragte, was denn Bolanden für ein Rennen sei, da antwortete er mir, bestimmt ein Klickerrennen. Von wegen…

PS:
Auf der Rückfahrt war ich so fertig, dass ich zwischendurch ein Nickerchen machen musste. Heute habe ich eine Stunde KB-Training hinter mir, ohne vom Fahrrad zu fallen… Es geht weiter!!!

Sinus Molinski

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