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MTB-Hessencup Herborn

30.09.2012 - Lukas erkämpft 10. Rang zum Ende der Saison

Nachdem ich in diesem Jahr an relativ wenigen Cross Country Rennen teilgenommen hatte (aufgrund von einigen Terminüberschneidungen), machte ich mich am letzten Septemberwochenende auf nach Herborn zum Hessencup, ganz nach dem Motto „öfter mal was neues“. Das Streckenvideo auf der Homepage der Veranstalter versprach eine anspruchsvolle Strecke mit einem hohen Trailanteil, also genau mein Ding.

In Herborn angekommen schnell die Startnummer abgeholt, umgezogen und ab aufs Rad. Nach nur wenigen Höhenmetern (teilweise sehr schön in einen schmalen Pfad verpackt) zauberte mir bereits der erste Downhill ein breites Grinsen ins Gesicht. Gespickt mit Anliegern ging es gefühlte Ewigkeiten den Berg herunter, bevor sich eine kurze, steinige Rampe vor mir aufbaute. Doch auch die war schnell bewältigt und es ging flach zwischen Bäumen geschlängelt weiter. Die darauf folgenden Streckenbezeichnung „Todes-S“ in Kombination mit einer ausgeschilderten Umfahrung sowie einigen Zuschauern und diversen Fangzäunen ließ mich dann mein Rad erstmal neben der Strecke ablegen und ich inspizierte besagtes S zunächst zu Fuß: auf eine steile, steinige Linkskurve folgte unmittelbar eine noch schärfere und noch steilere Rechtskurve, welche in einen steilen Auslauf mündete. 12herborn1Nach genauerer Betrachtung sah die Kombination dennoch gut fahrbar aus und so krabbelte ich den Hang wieder hoch zu meinem Rad. Die erste Linkskurve ließ sich gut kontrolliert runterrollen, die Rechtskurve war schon anspruchsvoller. Doch das Vorderrad fand eine gute Spur und das Hinterrad lief brav hinterher. Nach der folgenden Abfahrt folgte noch eine steile lange Rampe, bevor es über breite Wege zurück zu Start und Ziel ging. Ich freute mich auf den Start, die Strecke war genau nach meinem Geschmack: ein Großteil der Höhenmeter verpackt in steile Rampen, dazu technisch anspruchsvolle Stücke sowie spaßige, verspielte Downhills.

An der Startlinie standen nur wenige mir bekannte Gesichter, insgesamt 15 Fahrer warteten auf den Startschuss. Das Feld zog sich schnell auseinander und ich fand mich im hinteren Drittel wieder. Wie bereits beim Warmfahren vermutet, kam ich gut mit der Strecke zurecht und meisterte das Todes-S Runde für Runde. Nach einigen Runden holten mich Fahrer der Seniorenklasse ein, welche mit einigen Minuten Abstand zu uns gestartet waren und so hatte ich hin und wieder ein Hinterrad zum ranhängen, größtenteils absolvierte ich das Rennen jedoch alleine. Je weiter das Rennen vorangeschritten war, desto mehr Fahrer meiner Altersklasse sah ich am Streckenrand stehen: teilweise wegen Defekten, einer leider auch aufgrund eines schweren Sturzes nach dem Todes-S. Da auch meine Konzentration gegen Rennende schwand, zog ich es vor im letzten Durchgang die Umfahrung zu nutzen um nicht noch auf den letzten Metern einen Sturz zu riskieren. So erreichte ich nach 1:07:54h mit einer Runde Rückstand auf den Sieger das Ziel, immer noch voller Begeisterung über die schöne Strecke und zufrieden mit dem erfahrenen zehnten Gesamtrang.

Lukas Geisbüsch

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