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Kurztrip zum Mont Ventoux

25.07.2012 - Sinus und Julius erklimmen den berühmten "Tour"-Riesen

Ach, der Mont Ventoux…

Da war noch die Geschichte mit dem Ventoux, bemerkenswert die vielen „Irren“ auf Rädern, positiv wie negativ, von dem ich erzählen möchte. Wir kamen von Spanien, es war später Nachmittag an irgendeinem Wochentag. Wir hielten in Malaucene, fanden einen Campingplatz an der Strecke zum Ventoux, Julius hatte noch 2 Std. GA1 auf dem Programm,… Im  Grundlagentempo zum geheiligten aller Heiligen? Blasphemie…

Okay, Ziel war es, nach 2 Stunden wieder umzukehren und das ganze vielleicht noch mal am nächsten Tag zu versuchen. 12ventouxWir hatten die Hunde dabei, die bekamen nur frisches Wasser und eine kleine Pippirunde spendiert, dann wir fuhren endlich los. Grundlage, d.h. immer schön gleichmäßig den Tritt finden, immer den Puls vergleichen, viel trinken - es war immerhin über 30° warm - die Landschaft genießen und schauen, wie weit man kommt. Wir waren Spät, vielleicht die letzten, es kamen uns einige Radfahrer entgegen, im Kopf hatte ich mein Trauma von vor einem Jahr am Col de Madeleine, als wir spät Abends in einen Sturm geraten sind und ich mich in einem Weltuntergangsfilm wähnte. Aber das Wetter heute war fantastisch, man konnte die ganze Provence erblicken. Immerhin waren wir schon 1 ½ Stunden unterwegs, da sahen wir ihn. Vielleicht ein Italiener? Ein tolles Rad hatte er, tolle Anbauteile, aber er quälte sich. Wir quälten uns nicht, wir fuhren GA1 und unterhielten uns.

Wir kamen immer näher, wir überholten ihn, aber ganz langsam, ganz genüsslich, ich zeigte auf mein Hinterrad und dann auf meinen Mund, er sollte lutschen. Er verstand und gab alles. Julius forcierte ein ganz klein wenig das Tempo, leider musste unser Freund abreißen lassen. Schade, doch wir wurden abgelenkt von dem großartigen Schlussanstieg. Der Gipfel lag gefühlte 2 Km vor uns und wir hatten noch eine Viertelstunde. Kein Thema, das schafften wir. Oben angekommen, hatte ich wieder meine Entschädigung für die Mühen des langen Autofahrens, die Glückshormone sprossen, wir fühlten uns großartig. Nachdem wir uns mit ein paar Holländern ausgetauscht hatten, kam unser italienischer Freund an, wir gratulierten ihm zur Gipfelerstürmung und ließen uns noch fotografieren. Jetzt kam die Abfahrt, über 20km geile Kurvenhatz. Irgendwann überholten wir den Italiener, er stand am Straßenrand, seine Frau hatte das Auto geparkt und er lud sein tolles Fahrrad auf. Wie peinlich, wir überlegten, ab wann er denn den Anstieg ohne dieses unerlaubte Hilfsmittel erklommen hat?

Am Campingplatz kamen wir glücklich und unversehrt wieder an, am nächsten Morgen traute ich meinen Augen nicht. Es war 7:00h in der früh, als sich die ersten Radsportjunkies auf den Weg zum Ventoux machten. Malaucene besteht eigentlich nur aus Cafes und Fahrradläden. Das hat uns neugierig gemacht, wir haben jetzt dort ein Haus für nächsten Sommer gemietet. Drei Wochen lang können wir in bester Grundlage alles erkunden.

Ich freue mich riesig darauf...

Sinus Molinski

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