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Zollernalb-Tour

16.+17.05.2012 - Max Göke und Martin Reis schlagen sich gut beim Etappenrennen in Baden-Württemberg

Die Saison lief bisher, mit einigen Rennen und Marathons, mit deren Ergebnissen ich sehr zufrieden bin, besser als je zuvor. Martin Reis machte mich vor einigen Wochen auf ein Etappenrennen in Albstadt, Baden-Württemberg, aufmerksam. Nach kurzem Überlegen meldeten wir uns an, sollte es für mich doch das erste Etappenrennen überhaupt werden. Die Zollernalbtour besteht aus 3 Rennen. Mittwoch Abend um 17:40 erfolgte der Start zu einem 25km Rundstreckenrennen, welches 25 Runden umfing. Donnerstag Morgen ging es zu einem 3,4km langem Zeitfahren und gegen Nachmittag stand der Höhepunkt an. Ein Rundstreckenrennen, bestehend aus 7 Runden und 75 Kilometern.

Nach einer spektakulären Anreise, die unvorhergesehene Fahrplanänderungen und Zittern ums Auto beinhaltete, trafen wir gegen 17:20 am Zielort ein und waren deutlich verspätet. 12zollernabl1Also: Räder raus, Vereinsgarnitur, Schuhe und Helm an, Nummern festmachen und auf ging es zum Start. Ohne Warmfahren und nach 6 Stunden Fahrt im Auto eine denkbar schlechte Vorbereitung. Naja, was blieb uns anderes übrig. Das Rennen verlief ganz gut und ich hatte den Eindruck, dass sich kein besonders starkes Feld den Herausforderungen der Zollernalbtour stellte. So versuchte ich dreimal einen Ausreißversuch, wurde aber immer wieder vom Feld eingeholt. Der Kurs war sehr schwer. Abgesehen von einer 360° Kurve, in Form eines Kreisels, ging es über glatte Gullideckel und schlechten Asphalt. Einsetzender Regen und Hagel verstärkten den Schwierigkeitsgrad ungemein. Martin erging es nicht so gut. Aufgrund der fehlenden Warmfahrphase konnte er das Tempo die ersten zwei Runden nicht halten. So beendete er das Rennen in der zweiten Gruppe, ich in der ersten.

Wir nächtigten in einem anliegenden Hotel und vertrieben uns den Abend mit Essen und etlichen Mario Kart-Wettkämpfen. Ausgeschlafen und ausgeruht stand nun das Zeitfahren auf dem Programm. Martin musste 7 Minuten vor mir starten. Als Ziel setzten wir uns eine 5 Minuten Zeit. Martin traf nach 6:30 ein und durch die Durchsage hörte ich nur: Er hat einen Plattfuss. Ich war dran. Die kurze Distanz ließ keine großen Zeitunterschiede zwischen den Fahrern zu. Ich belegte den 18. Platz von 71 Teilnehmern und war zufrieden. Hatten die meisten Konkurrenten vor mir doch Zeitfahrräder. Meine Differenz zu dem 1. Platz waren 18 Sekunden.

Doch nun zu Martin. Ich erkundigte mich natürlich direkt, was los war. Er erklärte mir, dass in dem ersten Drittel der Zeitfahrstrecke zwei Speichen am Hinterrad gerissen waren. Zur Folge hatte dies eine schwere Unwucht und somit natürlich eine Behinderung. Hinzu kam ein Plattfuss und die geplante Zeit von 5 Minuten war unerreichbar. Trotzdem: Er war noch im Rennen. Ersatzlaufräder warteten auf Ihn in seinem Auto. Parallel zu unserem Streckenrennen lief die Deutsche Bergmeisterschaft der Juniorinnen und Frauen. 12zollernabl2Da das Niveau des bisherigen Rennens relativ leicht war, was ich an den Distanzen festmache, rechneten wir mit einem einfachen Streckenrennen. Weit gefehlt! Eine Stunde vor Start entschieden wir uns, die Strecke ab zufahren. Gott sei Dank. Auf einer Runde versteckten sich 250hm auf 10,8km. Gigantisch! Mit Abstand die schwierigste Strecke, die ich in einem Rennen je fahren durfte. Wir waren also vorgewarnt und wussten: am Anfang nicht überdrehen! Ruhig angehen!

Der Start erfolgte, während die Frauen und Juniorinnen ebenfalls auf der Strecke waren. Viele machten den Fehler und potzten den ersten Berg hoch. Ich entschied mich für die zweite Gruppe und quälte mich Runde für Runde die zwei Anstiege hoch. Die Gruppe wurde immer kleiner. In der 5. Runde fuhr ich mit drei Fahrern eine Attacke und wir setzten uns ab. Aus uns 4 wurden am nächsten Berg 3 und auf die Zielgerade bogen wir zu zweit ein. Den Sprint verlor ich leider, da mein Gegner mir direkt auf die Spur zog und mich ausbremste. Aber egal! Das Rennen lief genial.

Martin fuhr auch ein gutes Rennen, fand diesmal allerdings keine günstigen Gruppen. Leider wurde für ihn eine gute Gesamtplatzierung aufgrund der negativen Ereignisse relativ unwahrscheinlich, aber auch er hatte großen Spaß in dem Streckenrennen und war mit seinem Ergebnis letztlich sehr zufrieden. Am Ende erreichte ich den 10. Platz in der Gesamtwertung und wurde 5. in meiner Altersklasse. Mein erstes Etappenrennen hat mir ziemlich gut gefallen und ich bin offen für weitere Versuche.

Max Göke

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