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MTB-Classic und Weltcup in Albstadt

18.05.2013

Da für 2013 kein Weltcup im belgischen Houffalize im Kalender der UCI vorgesehen war, musste eine Alternative her. So planten wir, Felix, Joshua, Leonard, Laura und ich, recht spontan die Fahrt zum heimischen Cross Country Weltcup in Albstadt. Nach über 20 Absagen von ausgebuchten Ferienwohnungen hatten wir irgendwann endlich Glück und bekamen die Zusage von einem Ferienhaus. Um abends noch den Eliminator Weltcup sehen zu können, fuhren Laura und ich bereits freitags Mittags los. Doch durch diverse Baustellen, Unfälle und sonstige Behinderungen wurde aus geplanten vier Stunden Fahrzeit insgesamt fast sechs.

Angekommen im wunderschönen Ferienhaus packten wir schnell unsere Sachen aus und machten uns auf Richtung Innenstadt. Eher zufällig sahen wir im Vorbeifahren etwas, was wie eine Eliminator-Strecke aussehen könnte, parkten unser Auto, eilten zur Strecke………..und sahen gerade noch so das Finale der Männer an uns vorbeirauschen, Mist.  Im Start und Zielbereich trafen wir dann auf Uwe Niekerken der für die Samstag stattfindende Deutsche Marathonmeisterschaft der Ärzte und Apotheker angereist war. Gemeinsam mit ihm und seiner Frau fanden wir dann noch in einem von zwei (!!!) geöffneten Restaurants (es war ja immerhin Weltcup mit tausenden Gästen….) einen Platz und ließen uns die Spätzle schmecken. Kurz vor zehn trafen dann auch Joshua, Leonard und Felix im Restaurant ein. Nachdem die drei ebenfalls satt waren, machten wir uns auf in Richtung Ferienhaus. Dort angekommen wurden schnell die Räder für den Marathon am nächsten Tag fertig gemacht und es ging ab ins Bett.

Nach dem Frühstück nutzen Leonard, Felix und ich die vier Kilometer Anfahrt zum Start des Marathon um uns direkt auf den Rädern warm zu fahren während Laura und Joshua, der verletzungsbedingt leider passen musste, mit dem Auto fuhren. 13albstadt1Startunterlagen abgeholt, etwas warmfahren, Klamotten ablegen, da es so langsam warm wurde und dann war eigentlich eine weitere Runde Warmfahren geplant, da es immerhin noch eine halbe Stunde bis zum Start war. Vorher wollten wir uns aber mal anschauen wo überhaupt gestartet wird und mussten bei der Besichtigung des Starts feststellen, dass sich schon viele der insgesamt 800 Starter bereits genau dort eingefunden hatten. Also wurde das Warmfahren spontan gestrichen und wir reihten uns ca. bei Startplatz 200 bis 300 in die Masse ein.

Der Startschuss ertönte und nach ca. 15 Sekunden setzten sich so laaaaaangsam auch die Fahrer vor uns in Bewegung. Die ersten Kilometer von insgesamt 46 wurden durch ein Führungsfahrzeug neutralisiert, dennoch mussten wir schon mächtig Gas geben um uns in dem Riesenfeld nach vorne zu arbeiten. Dabei musste man höllisch aufpassen nicht mit parkenden Autos (Felix) oder hakenschlagenden, übermotivierten Jugendfahrern (Lukas) zu kollidieren. Felix hatte ich lange noch ca. 50 bis 100 Meter vor mir in Sichtweite, doch ich konzentrierte mich darauf mein Tempo zu fahren. Am ersten Wiesenbergaufstück konnte ich direkt einige Plätze gutmachen und fand mich in einer guten Gruppe wieder. Bis auf einen kurzen Trail führte die Strecke überwiegend über breite Wald-, Wiesen- und Feldwege, es machte aber dennoch Spaß mal etwas Neues unter die Räder zu nehmen. Ende der ersten von zwei zu fahrenden Runden hatte ich leichte Probleme und so nahm ich etwas an Tempo raus. Kurz darauf fand ich einen guten Rhythmus und da ich ja nun wusste was mich erwartet, konnte ich wieder Gas geben und zu Fahrern aufschließen, die mich zuvor abgehangen hatten. Auf den letzten, überwiegend flachen Kilometern machte ich nochmal richtig Druck und konnte so alle Mitfahrer abhängen und zu meinem Vordermann aufschließen. Ich erholte mich kurz in seinem Windschatten, gab dann wieder Gas und ließ auch ihn hinter mir. So kam ich letztlich auf Platz 16 in meiner Alterklasse, knapp fünf Minuten hinter Felix und fünf Minuten vor Leo ins Ziel. Zum Ausfahren rollten wir wieder zurück ins Ferienhaus und begaben uns an die Bikewäsche.

Abgeschlossen wurde das Wochenende dann durch spannende Rennen des Weltcups auf einer äußerst anspruchsvollen und gleichzeitig sehr zuschauerfreundlichen Strecke, einer gemütlichen Spielerunde im Ferienhaus sowie dem Besuch einer weltcupverdächtigen Wildwasserrutsche im örtlichen Schwimmbad. Alles in allem haben wir ein tolles Wochenende in Albstadt erlebt und haben das Ferienhaus schon vorgemerkt für den Fall das nächstes Jahr wieder ein Weltcup dort ausgetragen werden sollte.

Lukas Geisbüsch

 

Kurzstrecke 46km:
Uwe Niekerken 5. Sen3 (DM Ärzte/Apotheker),
Leonard Niekerken 6. U19
Felix Schneider 11.
Lukas Geisbüsch 16. (beide Männer)

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