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Großer Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf

12.05.2013 - Max fährt die ersten beiden Platzierungen zum Aufstieg in die B-Klasse

Die Saison ist nun endlich in vollem Gange und die Form stimmt. Dies deutete sich in den bereits gefahrenen Rennen Ahrweiler, Trierweiler und Düren an, wobei der Erfolg leider auf der Strecke blieb. Mit Offenbach sollte sich dies allerdings ändern. Ein flacher Kurs, eine 6km Runde und 200 Starter. Ich ging ohne jedwede Vorstellung auf eine Platzierung ins Rennen. Um den Überblick über das Renngeschehen zu behalten, hielt ich mich in den vorderen Positionen auf, unternahm jedoch keine Ausreißversuche. Als ich allerdings 40km vor Zieleinlauf merkte, dass sich eine Gruppe absetzt, welche mir groß genug schien, sprintete ich zu ihr und beendete das Rennen noch deutlich vor dem Hauptfeld als 8. 13ddorf1Endlich war die erste Platzierung gesetzt, auch in Hinsicht auf letztes Jahr recht früh, da ich 2012 erst Ende Juni das erste Mal die Top 10 erreichte. Der Kampf um den Aufstieg hat also endlich begonnen. Sonntags stand dann mit den Landesverbandsmeisterschaften in Bann das nächste Rennen an, zu welchem sich Martin ja bereits äußerte – Keine Chance, allerdings eine für meine Verhältnisse starke Leistung gebracht.

Donnerstags drauf, den 09.05. fuhr ich mit einem Unikollegen und zwei Trier Radsportfreunden dann in Neustadt ein Kriterium. Kriterien entscheiden sich nicht durch die Zieleinfahrt, sondern setzen eine kontinuierliche Aktivität voraus. Es gab 12 Wertungen, 5-3-2-1 Punkt, wobei die letzte Wertung doppelt zählt. Hier sprintete ich 3 Mal um die heiß begehrten Punkte, bekam allerdings nur einmal den 2. Platz und somit 3 Punkte. So beendete ich das Rennen als 14., was mich sehr ärgerte, da es denkbar knapp war.

Nun zum Höhepunkt der letzten Rennen, zumindest meinem Persönlichen: „Großer Preis der Stadtsparkasse Düsseldorf“. Endlich nochmal ein Rennen welches ich (außer Bann) mit einem RSC Fahrer fahren wollte. Marti Reis hatte sich ebenfalls gemeldet und wir fuhren mit dem Auto, sponsored by Peter Göke, nach Düsseldorf. Ein recht stupider Kurs, allerdings auf einer DER Düsseldorfer Straßen, der Königsallee. Einfach die Königsallee runter, eine 180 Grad Kurve und wieder rauf. Die zwei 180 Grad Kurven bedeuteten schon im Voraus: viel Einerreihe und eine starke Selektion. 10 Minuten vorm Start merkte ich, wie mein Reifen zischt. Platt. Ich sprintete zum Auto um den Schlauch zu wechseln, musste allerdings feststellen, dass sich nirgends in diesem doch recht geräumigen Auto auch nur der Ansatz eines Schlauches, ja nicht mal ein kleiner Flicken, befand.

Ich zog mich leicht angesäuert über mich selbst um und schmiss alles in den Passat, ging nun zum Start, um Martin anzufeuern. Der jedoch kam mir entgegen und verkündete, dass der Start sich verzögert und fragte, warum ich umgezogen bin. Nach kurzer Instruktion über die miserable Lage, bot er mir an, selbst zuzuschauen und mir sein Hinterrad zu geben. Ich lehnte erst ab, jedoch vermutete er ein recht flottes Ausscheiden seinerseits und überredete mich, doch zu starten. Dies ist dem Umstand, dass Martin den Tag davor in Belgien den Fleche Wallone, einen Marathon mit über 4000hm quer durch die Ardennen, gefahren ist, zu verschulden. Voller Dank nahm ich sein Angebot wahr und kam noch pünktlich zum Start. Wie bereits vermutet ging es von Anfang an mit hohem Tempo los, allerdings hatte ich keinerlei Probleme Hinterräder zu halten bzw. Löcher zuzufahren. Es gingen viele Ausreißversuche, an denen ich mich ab und an Beteiligte, die Beine ließen es ja zu.

Die Entscheidung des Rennens fiel, als es um eine Sprintwertung ging. Ich vermutete das Interesse starker Fahrer und fuhr semiaggressiv die Attacke mit, ich wollte ja nicht die Wertung, nur mit wegkommen. 13ddorf2Tatsächlich fanden sich außer mir noch 3 weitere Fahrer, die die Chance ergriffen. Wir setzten uns flott vom Feld ab, was auch dem Umstand, dass einer meiner Mitstreiter einen Teamkameraden im Feld hatte, welcher wie Martin mir mitteilte, die Geschwindigkeit in den richtigen Momenten drosselte und uns somit die Chance ermöglichte, weit weg zu kommen. Nun ging alles ganz geregelt zu, wir waren ähnlich stark, wechselten uns jede Gerade ab und fuhren ganz kontinuierlich und gleichmäßig.

Meine Kondition ließ gegen Ende allerdings nach und ich merkte, dass die anderen Fahrer stärker sind als ich. Wie erwartet sprinteten sie mir auch weg aber einen 4. Platz und das mit 30km zu viert in einer Ausreißergruppe ist einfach geil. Martin dankte ich es indem ich ihm eine Wurst und sein Startgeld ausgab. Und natürlich die Hälfte vom Preisgeld, ohne Ihn hätte er ja den 4. Platz einfahren müssen;) Also mehr als gerechtfertigt und nochmals vielen vielen Dank! Ich denke diese Geste zeigt die starke Verbundenheit zum RSC Eifelland, welche wir beide teilen. Das ist Teamwork!

Max Göke

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Bilder Düsseldorf 2013

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