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Trainingslager Mallorca

März 2013 - RSCler entfliehen der kalten Witterung in Mayen

Wenn die Meteorologen in der Heimat sich einmal wieder überbieten mit Aussagen zu irgendwelchen Wetterrekorden (im Winter meistens bezüglich Kälte und Niederschlag), weiß man, dass es Zeit wäre ins Warme aufzubrechen. Nach dem besonders „grauen“ Winter mit gerade im Februar radsportunfreundlichen Bedingungen, war der Kontrast bei unserer (Max und Martin) Ankunft auf der „Sonneninsel“ besonders groß. 13malle1Derartiges Glück mit dem Wetter hatte ich bisher noch bei keinem meiner Aufenthalte auf der Radsportinsel Nummer 1. Wir hatten durchweg gutes Wetter, was meist auch schon „kurz-kurz“ zugelassen hat. Sogar die beiden Ruhetage versuchten mit hohen Temperaturen und makellosem Himmel uns zum Radfahren zu verführen.

Wie so oft, warfen wir schnell unsre guten Vorsätze über Bord (ein wenig Zurückhaltung sowohl bei der Intensität des Trainings, als auch bei der verputzten Menge am Buffet). Beides sollten wir aber noch büßen. Wir unternahmen einige Touren mit befreundeten Fahrern des CT Zandegiacomo und hatten darüber hinaus einmal mehr das Ziel alles Sehenswerte der Insel abzufahren. Entsprechend umfangreich war das Programm mit dem ersten Höhepunkt eines Bustransfers von unserm Domizil im Norden (Playa de Muro) in den Südwesten (Port d’Andratx). Nach dem obligatorischen Ansteuern des westlichsten Punktes (Sant Elm) machten wir uns auf die Rückreise entlang der Westküste mit Höhepunkten wie der Auffahrt von Port de Valdemossa. Am längsten Anstieg der Insel, dem Puig Maior (immerhin 14 km und knapp 900 Höhenmeter) mussten wir dann auch noch ein völlig überflüssiges Rennen veranstalten, was die knapp 3300 Höhenmeter noch zusätzlich erschwerte. Immerhin hatten wir uns nun auch psychologisch den folgenden Ruhetag mit Besuch von Palma (samt Playa de Palma) verdient.

Nach dem Erreichen des westlichsten Punkts keimte nun die Idee in uns, doch alle vier topografischen „Extrempunkte“ in diesem Trainingslager anzusteuern. Als Mittel zum Zweck kam uns da dann der ebenfalls gehegte Wunsch eine Tour über 200 Kilometer zu absolvieren gerade recht. 13malle2Nach dem Besuch des tollen Sträßchens zur Ermita de Betlem erreichten wir den östlichsten Punkt bei Cala Ratjada, wo wir bei toller Sicht sogar die Nachbarinsel Menorca erkennen konnten. Nun ging es bei extremem Gegenwind die gesamte Ostküste hinunter bis zum südlichsten Punkt, dem Cap des ses Salines. Mit insgesamt 220 km und 2200 Höhenmeter war dies unsere Königsetappe, wenngleich auch die letzte große Gebirgstour nach Sa Calobra, über den Puig Maior und den Col de Soller auch noch einmal kräftig Höhenmeter bereit hielt. Am Abreisetag, abgesehen vom Hagelsturm am Vortag sicher der vom Wetter her schlechteste Tag (angesichts trotzdem ordentlicher Bedingungen aber nicht der Rede wert), trafen wir uns mit dem inzwischen angereisten Paolo. Mit der Tour zum Cap de Formentor wurde nun auch der nördlichste und damit letzte Punkt erreicht. Psychologisch tat der Aufenthalt sein Übriges und machte wieder richtig Lust auf Radfahren. Wenn jetzt auch noch ein Formzuwachs zu spüren ist, war es ein rundum gelungenes Traingslager.

Martin Reis

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