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Doppelrennwochenende in Lebach und Troisdorf

12.07.2014 - 10. Sprinterpreis in Lebach (Saarland)

Ich war immer noch etwas angesäuert ob der 3-wöchigen Zwangspause wegen (radsportunabhängigen) Knieproblemen. Die Leistung bei der Fernfahrt Mendig-Budel in der Vorwoche hatte gezeigt, dass die Topform von Anfang Juni nur noch ein Schatten ihrer selbst war. Mit diesem zweifachen Renneinsatz wollte ich nun wieder etwas an Form zurückgewinnen, schließlich steht auch bald schon Rad am Ring vor der Tür. 14lebach1Die Vorjahresergebnisse von David (Sieger C-Klasse) und Max (6. und Aufstieg in die B-Klasse) ließen uns als AVIA-racing Team hoffnungsvoll gen Süden fahren. Für die beiden genannten und den dritten B-Fahrer Joshua Dohmen war aber angesichts der nun deutlich stärkeren Konkurrenten im KT/A/B-Feld nichts zu holen.

Das sah im C-Klasse-Rennen schon anders aus. Von der Renngemeinschaft waren Philipp und Alex aus Polch mit dabei. Beim Warmfahren dachte ich schon, dass der Kurs gar nichts für mich sei - zwei enge Kurven, teils sehr schlechter Belag und zudem noch 2 heftige Kanten. Im Rennen kam ich dann aber eigentlich gut über die Runde (2,2 km) und platzierte mich anfangs recht weit vorne. Das mache ich aus (evtl. übertriebenem) Respekt vor technisch stärkeren Fahrern eigentlich eher selten. Aber es lullte mich vielleicht auch ein wenig ein, fühlte ich mich doch an vorderer Position vergleichsweise sicher. So kam es, wie es kommen musste, nach gut der Hälfte der 63,8 km ließ ein Fahrer 2-3 Positionen vor mir reißen und kein anderer setzte nach, die Lücke war bereits 20 m groß, als ich es merkte. Just in dem Moment gingen vorne Attacken, das Feld war schnell und so wurde Einerreihe gefahren. Es gelang mir dann einfach nicht mehr die Lücke zu schließen, sehr ärgerlich, weil unnötig. Ich fuhr dann mit einem weiteren abgehängten Fahrer zügig durch bis 8 Runden vor Schluss das verbliebene Feld zur Überrundung ansetze. Da noch genügend Kraft vorhanden war, hängte ich mich wieder hinten rein, allerdings ohne die anderen Fahrer zu beeinträchtigen, schließlich wollte ich als Überrundeter nicht mehr eingreifen.

So wurde ich aber noch Zeuge einer skurrilen Situation. Mir war schon vorher aufgefallen, dass die Rundenanzeige nicht mehr mit den vorherigen Ansagen bzgl. Prämienrunden zusammenpasste. Als dann die goldgelbe „1“ aufleuchtete, waren nach meiner Meinung eigentlich noch zwei Runden zu fahren. Eine Schlussglocke war auch nicht zu hören. Trotzdem fuhr ein Großteil des Feldes (4 Fahrer waren vorne weg) nun den Schlusssprint, auf Höhe der Zielgerade ertönte dann aber die Glocke allgemeine Verwirrung, Schreierei, einige ließen ausrollen, andere fuhren weiter. Philipp hatte die Anzeige vorher gar nicht gesehen und ohnehin mit einer weiteren Runde gerechnet und auch trieb nochmal an „weiter, es ist noch eine“. Das Restgrüppchen aus maximal 20 Mann fuhr also die nächste Schlussrunde, Philipp platzierte sich hervorragend und gewann den Sprint des Hauptfelds 5. Rang. Herzlichen Glückwunsch!

13.07.2014 - Großer Preis von Troisdorf

Anders als am Vortag wurden heute die Hoffnungen auf einen trockenen Renntag früh zunichte gemacht. Die Vorhersagen waren allerdings auch alles andere als gut. Unter anderem deshalb war ich dann letztlich der einzige von 4 gemeldeten AVIA-Fahrern beim traditionsreichen Rennen des RV Blitz Spich. Bei meiner Ankunft war gerade ein Regenschauer auf das kreiselnde U17-Feld mit unserem Topfahrer Julius Molinski niedergegangen. Entsprechend nass war die Strecke auch noch bei unserem Warmfahren und in den ersten Runden. Knapp 70 Fahrer trotzten der Vorhersage und starteten auf dem 1,2 km Rundkurs. Die Streckenführung entsprach im Prinzip einem Rechteck, wovon aber nur 3 Kurven wirklich anzubremsen waren. 14lebach2In der nassen Anfangsphase kroch das Feld um die drei anderen Kurven jedoch förmlich herum, allerdings nur, um dann auf den Geraden in Vollsprints immer wieder anzutreten. Dieses Verhalten wurde durch die hohe Prämiendichte (alle 3 Runden bei 51 Gesamtrunden) nur befeuert.

Im Gegensatz zum Vortag war ich nun wieder von Beginn an hinten und konnte und wollte diese Position eigentlich auch nie verlassen. Ich wurde daher früh und häufig ans Limit geführt und hatte schon bald keine große Hoffnung noch lange drin zu bleiben. Aber, auch wenn ich das fast jede Runde dachte, blieb ich doch immer weiter dabei. Die Strecke war nun auch weitestgehend abgetrocknet und so ließen sich die Kurven schneller durchfahren.

Aber zu früh gefreut: Nach knapp 20 Runden fing es erst wieder leicht und dann nach 30 richtig heftig an zu regnen. Der Wolkenbruch sorgte dafür, dass das ganze Unterfangen wohl eher den Titel „Troisdorfer Schwimmmeisterschaften“ verdient gehabt hätte. Kaum jemand hielt noch verlässlich das Hinterrad des Vordermanns und etliche Fahrer gaben das Rennen auf. Lange konnte ich mich auch in dieser chaotischen Phase noch am Ende des Feldes behaupten, irgendwann wurde die Lücke aber zu groß. Doch die Distanz war nicht mehr weit und so wollte ich auf jeden Fall weiter fahren und nicht dem Beispiel vieler anderer folgen, die sich schnell ins Trockene flüchteten. Eine Entscheidung, die sich noch lohnen sollte, da sie nämlich auch von der Rennleitung honoriert wurde. Sie nahmen mich als letzten und 22. Fahrer noch in die Platzierungsliste auf und bescherten mir damit meinen ersten rad-net-Eintrag nach 4 Jahren. Man muss sich auch über die kleinen Dinge freuen.

Martin Reis

Ergebnisse:

Sprinterpreis in Lebach

C-Klasse:
1. Marius Recktenwald (RV Möve Schmelz)
2. Rafael Dollt (RSV Kurpfalz Schwetzingen)
3. Erich Hoffmann (RV Blitz Oberbexbach)
+ 1 Runde Martin Reis (RSC Mayen)

KT/A/B:
1. Raphael Freienstein (FV Olympia Ramstein)
2. Sascha Starker (SSG Bensheim)
3. Christopher Hench (TV Miltenberg)
Hauptfeld Max Göke (RSC Mayen)

Großer Preis von Troisdorf

U 17:
1. Jan Knolle (RSV Unna 1968)
2. Jeldert Whitag (RTC de Stofwolg Eibergen)
3. Luca Felix Happke (RSV Unna 1968)
10. Julius Molinski (RSC Mayen)

C-Klasse:
1. Lars Mattausch (Pulheimer SC)
2. Frederic Dahmen (RSV Düren)
3. Jens Reichardt (Squadra Ciclismo Colonia)
22. Martin Reis (RSC Mayen)

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