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4-Länder-Tour (20.05.2015)

Schon seit langem schwärmte Max Göke von seinem Trainingsrevier rund um „seinen“ Universitätsstandort Trier. Entsprechend wollte er schon seit langem dieses Revier den „Mayenern“ einmal zeigen, ob als mehrtägiges Trainingslager oder „nur“ als Tagestour. Terminlich wollte dies jedoch einfach nicht gelingen. Um den Reiz einer außergewöhnlichen Tour zu schaffen und damit die Langstreckenfans anzulocken, arbeitete er dann eine 4-Länder-Tour durch Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich aus. Diese Maßnahme hatte letztlich Erfolg und so trafen Patrick Loch und meine Wenigkeit an einem frühen Mittwochmorgen in Deutschlands ältester Stadt ein.

Während des Warmrollens entlang der Mosel bis zum Grenzübergang in Wasserbillig war uns noch nicht klar, was genau uns erwarten würde, zu viele Unwägbarkeiten standen im Raum. Die Strecke hatte Max am PC entworfen, meist ohne die Verhältnisse vor Ort oder die Höhenmeter zu kennen. Die Route führte uns zunächst quer durch Luxemburg, wo sich tolle, einsame Straßen mit stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen abwechselten. Wir passierten die gleichnamige Hauptstadt Luxemburgs etwas nördlich und hielten über Walferdingen und Stengefort geradewegs auf Belgien zu. Das Wetter wurde nun deutlich unbeständiger und hielt den ein oder anderen Schauer für uns bereit, den größten konnten wir glücklicherweise in einer Wartehalle im belgischen Messancy „aussitzen“. 154tage1Diese Örtchen bleibt uns allerdings auch aus anderen Gründen in Erinnerung. Bei meinem tags zuvor von Vereinskamerad Arne Büttner geliehenen Rad riss just hier die Kette. Es sollte sich später noch als Segen herausstellen, dass uns dieser Defekt eben hier ereilte, schließlich fuhren wir vorher und nachher meist durch sehr dünn besiedeltes Gebiet. Zunächst konnte aber Max helfen, er hatte einen Kettennieter dabei und wusste diesen auch fachmännisch einzusetzen. Leider versagte er kurz vor Vollendung der Reparatur den Dienst und so musste mit allerlei Tricks wenigstens provisorisch das Glied an der aufgetrennten Stelle befestigt werden. „Das hält die verbleibenden 140 km niemals bis zum Ende“, war die einhellige Meinung. Eine Zange könnte Abhilfe schaffen. Hier kam der Glücksfall ausgerechnet in einem größeren Ort die Panne zu haben zum Tragen. Wir fanden eine Autowerkstatt, deren netter Inhaber uns sofort weiterhelfen konnte und uns dann eine gute Weiterfahrt wünschte, nicht ohne angesichts unserer Gesamtrunde ein „ihr seid doch verrückt“ mit auf den Weg zu geben.

Alsbald war nun Frankreich bei Longlaville erreicht, hier verließ Max leider das planerische Glück. Gleich mehrere der auf der Karte ausgesuchten Wege erwiesen sich vor Ort als für Rennräder gänzlich ungeeignet und so wurden einige Umwege notwendig. Es gelang allerdings meist recht schnell einen geeignete Straße zu finden, lediglich die erwartete Rückkehrzeit und die Gesamtkilometerzahl veränderten sich fortlaufend. Im französischen Örtchen Ottange nutzen wir dann an einem Carrefour-Supermarkt die Gelegenheit zu einer ausgedehnten Mittagspause. Der verwunderte Kassierer wurde gleich mehrfach von unserer kleinen hungrigen Meute aufgesucht. Entsprechend gestärkt ging es an den Schlussabschnitt. Bald wurde Frankreich verlassen, Luxemburg bei Mondorff wieder erreicht und nach einem schönen Moselabschnitt bei Wuermeldeng wieder verlassen. Nun wieder deutschen Boden unter den Rädern klettern wir bei Wincheringen auf die Höhe zwischen Mosel und Saar. Von nun an wurden auch die Schauer stärker und häufiger, boten aber im Wechsel mit Sonnenabschnitten eine tolle Kulisse. In Saarburg überquerten wir die Saar, ließen leider einen sehr schönen Abschnitt des Radweges links liegen und kämpften uns nach knapp 240 Kilometern ins Ziel zurück nach Trier. Vielen Dank an Max für die gute Idee und Ausarbeitung der Tour.

Martin Reis

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