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Großer Osterpreis Ahrweiler

Sinus Molinski kämpft sich durch das Senioren-Rennen, Julius und Aaron im Bezirk auf dem Podium

Ich wusste, was mich erwartet…

Oh je, oh ja, Bad-Neuenahr. Oh der Osterpreis … schlechte Erinnerungen, wenn man in einem Rennen zweimal durchgereicht wird, dann will man dort nie wieder starten, geschweige denn drüber reden. Aber ich muss! Ich bin wieder gestartet. Aber nur, weil mich meine Lizenz in eine andere Klasse katapultiert hat, ich bin „plötzlich“ noch älter geworden.

Als Wiederholungstäter habe ich sämtliche Szenarien durchgespielt, vielleicht kann ich endlich mal einen Sieg einfahren? Jetzt bin ich in einem Rennen nur mit lauter alten Männern, ich bin der Jüngste in der Riege, das ist doch ein Bonus, den ich ausnutzen muss. Endlich ein Rennen für mich, lauter alte Säcke mit Schmerzen am Rücken, in den Beinen, Ischias und Arthrose, wechseln sich ab, der Schrittmacher ersetzt den Pulsmesser, da kann ich punkten!

Die Realität war eine andere: Um 6 stand ich auf, ging mit den Hunden, aß ein paar Nudeln und fuhr nach Ahrweiler. Julius’ Start war erst um halb zwei, der schlief noch. Ich besorgte meine Nummer, es war verdammt kalt, ich versuchte mich auf der Rolle warm zu fahren und cremte mich mit einer Warm-Up Salbe inkl. Sonnenschutzfaktor ein und hatte nicht mal meine Heizsohlen angezogen, weil ich mich schämte! Start durch den Sprecher, den unverkennbaren Herr Berendt mit seiner kölschen Stimme, und das Karussell ging los.

Es war ein „Deja Vue“. Alles preschte los, als sei der Allmächtige hinter uns her. Die ersten 3 Runden hätte ich fast die Nudeln vom Morgen ausgekotzt. Warum fahren alte Männer so schnell? Nach der vielleicht 10en (gefühlt 100sten) Runde musste ich abreißen lassen, aber, ich war nicht alleine! 15ahrweilerDie Hälfte des Feldes hatte sich bereits verabschiedet, sie klebten an meinem Hinterrad. Vorne fuhren die Wahnsinnigen und dahinter die, die noch eine wage Chance hatten, das Rennen auf normalen Weg zu beenden.

Jetzt wurde Windschatten gefahren. Bloß auf Sichtweite des Hauptfeldes bleiben, dachte ich mir, damit der Herr Berendt uns nicht raus ruft, um das Rennen zu beenden. Ich vermisste den Ansporn unseres Vereins, kein Geschrei am Straßenrand, war wohl noch zu früh. Kurz vor Ende des Rennens sind wir dann doch überrundet worden, bei der kleinen Strecke nicht wirklich schlimm. Schlimmer war das Chaos im Sprecherwagen, was sich weiter fortgesetzt hat. Bei uns wurde der 3. Platz durch einen Überrundeten gefüllt, weil die Herren komplett die Übersicht verloren hatten.

Bei Julius’ U19-Rennen hatte man die ersten 4 Fahrer komplett aus den Augen verloren. Wir mussten die Reihenfolge den Herren zurufen, um dann festzustellen, dass auch die Damen, die parallel zur U19 gestartet waren, komplett durcheinander gewürfelt wurden. Na ja, was solls. Julius wurde 14., wer weiß es, ob es stimmt? Er hatte zwischendurch immer wieder Attacken gesetzt, doch da der komplette NRW-Nationalkader angereist war und sein Rennen an der Spitze und im Feld dominierte, hatte der Einzelne keine Chance. Als weiterer RSC-Fahrer kam Aaron de la Haye auf Rang 16. ins Ziel. Julius stand zudem als Vize-Bezirksmeister und Aaron als Drittplatzierter im Bezirk Koblenz auf dem Podium.

Ich wünsche mir auch einen verlässlichen Sparringspartner, mit dem ich die Rennen bestreiten könnte. Zu zweit lässt sich jedenfalls länger leiden. Ich werde nächstes Jahr wieder in Ahrweiler fahren, ich weiß ja, was mich erwartet…

Max und Martin in der C-Klasse konnte ich nur bis zur Hälfte ihres Rennens bejubeln, beide waren konstant unterwegs, konnten aber gegen starke Konkurrenz leider keine Platzierungen herausfahren. Es war ein langer und kalter Tag, wir mussten jedenfalls nach Hause ins Warme.

Sinus Molinski

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