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36. Hochsauerlandklassiker - RTF Eslohe (11.07.2015)

Einmal Faule Butter

Bei meiner Planung für das Wochenende durchforste ich den BDR-Breitensportkalender und schaue mir an, wie weit der 36. Hochsauerlandklassiker in Eslohe entfernt ist. Ganz in der Nähe von Eslohe entdecke ich es dann: Ein Ort Namens Faulebutter. Damit steht fest: Da muss ich hin!

Samstagmorgen um 2 Uhr breche ich auf. Ich nehme den direkten Weg durch den schönen Westerwald. Um diese Zeit ist wenig los auf den Straßen; im Anstieg von Torney nach Anhausen sehe ich nur 5 oder 6 Autos. Weiter über Puderbach nach Udert (dort begegnet man auch tagsüber wenig Autos) und Neitzert nach Altenkirchen. Auf der Strecke via Wissen nach Olpe geht es über einsame Sträßchen. Kurz vor Olpe wird es für die nächsten 20 km deutlich belebter, bis ich auf einen der Radwege des Sauerlandrings einbiege und wieder Ruhe habe bis Eslohe.

Nach einem geruhsamen Frühstück setze ich meine Fahrt fort. Wie der Zufall es will, treffe ich in Obersalwey auf die 4. RTF-Kontrolle. Dort ist man noch mit dem Aufbau beschäftigt und wundert sich über mein frühes Erscheinen. Die Abzweigung nach Kuckuck und Röhrenspring lasse ich links liegen und passiere in einem der steileren Anstiege Weuspert, wo ein Feuerwehrfest stattfindet. Und dann, auf der Höhe sehe ich das Ortsschild: FAULEBUTTER.

Drei Bauernhöfe und eine Gaststätte, deren Terrasse mit einigen Gästen besetzt ist. Fantastisch! In der Nähe von Attendorn dann ein weiteres schönes Schild: Noch 1000m bis zur JVA Ewig. Deren Insassen haben augenblicklich mein Mitgefühl. Andererseits machen sie sich bestimmt keine Sorgen um ihre Zukunft. Das hat ja auch etwas.

Dann bin ich in unmittelbarer Nähe des Biggesees. Ich erinnere mich daran, daß der Pegel wegen Arbeiten an der Staustufe um ca. 12 m gesenkt wurde und schaue mir das Spektakel an verschiedenen Stellen an. In Sondern stelle ich dann fest, dass ich mich nicht im ursprünglichen Sondern, sondern im neuen Sondern befinde, wie ein Schild „50 Jahre Sondern“ verrät. Also einer der Orte, der dem Stausee weichen mußte und deren Einwohner umgesiedelt wurden.

Weiter geht es dann über Gummersbach, Lohmar, Siegburg nach Bonn-Beuel. An der Kreuzung von Rauchlochweg und Büchelstraße und an einem Kreisel in unmittelbarer Nähe der Rheinbrücke halte ich kurz inne. Schließlich überquere ich den Rhein und folge dessen Verlauf nach Andernach. Weiter dann durch die Pellenz, bis ich nach 411 km wieder in Mayen ankomme.

Paolo Ferrara

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