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10h-Rennen Lebach (04.07.2015)

Nachdem wir bereits im letzten Jahr mit einem 4er Team auf einer schönen Strecke am 12h Rennen im saarländischen Lebach teilgenommen hatten (die Renndistanz war aufgrund starker Niederschläge auf 10 Stunden gekürzt worden), fanden sich Anfang 2015 wieder 4 Fahrer zur Teilnahme an diesem Rennen. Gemeinsam mit Joshua Mannebach, Marc Reinert und Dirk Schaefer ging es also Richtung Saarland. Im Gegensatz zum vergangenen Jahr waren in diesem Jahr Rekordtemperaturen vorhergesagt, sodass wir mit entsprechendem Respekt und mit Unmengen an Flüssigkeit in dieses Rennen gingen.

Auch in diesem Jahr durfte ich das Rennen für unsere Staffel eröffnen. Trotz geringem Trainingsumfang in den vergangenen Wochen konnte ich von Beginn an ein gutes Tempo mitgehen und mich gut platzieren, gefühlt an Platz 10-15. Nachdem ich nach einer Runde auf Joshua übergeben hatte und die weiteren Wechsel vollzogen waren, gab es von der Rennleitung den ersten Zwischenstand: RSC Mayen auf Platz 3! Etwas ungläubig warteten wir auf den Aushang der Zwischenergebnisse, doch es sollte stimmen. Im weiteren Verlauf wurde klar, dass Platz eins und zwei uneinholbar vor uns lagen, doch nach hinten sah die Sachen schon ganz anders aus: die Plätze 3 bis 5 trennten lediglich zwei Minuten, also Gas geben und den Platz halten. Es gelang uns gut, die Verfolger auf Distanz zu halten. Doch dann die erste Schadensmeldung von der Strecke: Dirk hat platt. Am tiefsten Punkt der Strecke hatte sich die Luft aus Dirks Hinterreifen verabschiedet und bescherten ihm rund 4km Dauerlauf (gut, dass Dirk in diesem Jahr bereits einige Laufveranstaltungen absolviert hat und diesbezüglich gut im Training steht) und dem Team etwa 15min Zeitverlust und Platz 5. Nach etwas mehr als der Hälfte der Renndistanz hieß es nun taktieren. Um Dirk etwas Erholung von seiner Duathloneinlage zu ermöglichen, wechselten wir für einen Durchgang nur noch im Dreierblock, Dirk konnte pausieren. Wieder im normalen Rhythmus hatten wir den Rückstand auf P3 auf 10 Minuten verkürzt, also hieß erneut über die weitere Taktik grübeln. 15lebachmtb1Vollgas-Runden sollten das Mittel der Wahl sein und so fuhr ich zwei Runden am Stück durch: 7,5min Rückstand, nur wenig Verbesserung, also weiter mit Vollgaseinzelrunden, der Rückstand schrumpfte nur langsam. Platz vier war irgendwann gesichert, doch Platz drei schien nicht näher zu kommen.

In der letzten Stunde warfen wir noch einmal alle verbliebenen Kräfte in die Waagschale (bei zwischenzeitlich bis zu 39 Grad gar kein leichtes Unterfangen ohne zu überhitzen). Als ich aus meiner letzten Runde kam, hatten wir den Rückstand auf 1,5 Minuten verkürzt, Platz drei war also zum Greifen nah und dennoch weit entfernt, eine erneuter Defekt könnte alles zunichtemachen. Nervös warteten wir in der Wechselzone auf das drittplatzierte Team, um den Rückstand zu stoppen. Doch dann erschien nicht das erwartete Team auf der Zufahrt zur Wechselzone, sondern die Mayener Farben, getragen von Joshua. Hatten wir das dritte Team verpasst? Haben die schon gewechselt? Ist Platz drei jetzt abgeschrieben? Unsicherheit machte sich breit…

Joshua wechselte auf Marc, der Vollgas auf seine letzte Runde ging. Dann die Meldung von Joshua: Team3 hatte Ausfahrt der Start-Ziel-Arena einen Defekt erlitten und somit fast 6km Fußmarsch vor sich. Der dritte Platz schien gesichert: mit einem deutlichen Rückstand erschien das Team zu seinem Wechsel. Rund 10 Minuten betrug unser Vorsprung, sodass Dirk zwei Minuten vor Zielschluss auf eine entspannte letzte Runde gehen und den dritten Platz nach Hause tragen konnte.

Ausgelaugt und überglücklich empfingen wir Dirk nach der finalen Runde: Platz drei von 15 Teams, damit hätten wir nach einem Platz im Mittelfeld aus dem vergangenen Jahr nicht gerechnet. An dieser Stelle nochmal vielen, vielen Dank an meine Mitfahrer für einen grandiosen Renntag in Lebach und an Yvonne, Laura, Samuel, Laura und Maxi für die großartige Betreuung und Unterstützung vor Ort!!!!

Im nächsten Jahr werden wir sicher wieder an den Start gehen, gerne auch bei NORMALEM Wetter, weder bei sengender Hitze noch bei Dauerregen. Strecke und Organisation waren wie im letzten Jahr wieder topp und wir hatten großen Spaß bei dieser Teamleistung.

Lukas Geisbüsch

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