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Klassiker an Pfingsten (24. & 25. Mai)

Das Pfingstwochenende bietet Radsportlern eine Fülle an fixen Terminen. Die meisten Veranstaltungen sind absolute Höhepunkte im Jahreskalender und so muss man sich wohl oder übel entscheiden, welcher Art man unterwegs sein möchte. Jahrelang besuchte ich tolle Marathonveranstaltungen wie den Nordpfalz-Marathon in Rockenhausen, den Rhönmarathon in Bimbach oder Tilff-Bastogne-Tilff in Belgien. Doch auch im Rennsportbereich hat man die Qual der Wahl und so entschied ich mich erstmals bei zwei großen Klassikern des Amateurradsports an den Start zu gehen.

Am Pfingstsonntag (24.05.) ging es ins Ruhrgebiet nach Oberhausen. Ich hatte schon viel von dem Rennen gehört, schließlich ist es Deutschlandweit bekannt als eines der bestprämierten. Entsprechend stark ist das C-Klasse-Feld meist besetzt. Bei warmen Temperaturen um die 20 ° C und trockenen Bedingungen war eigentlich alles bereitet. Knapp 150 Fahrer machten sich auf die 4 km lange Runde, die 18-mal zu bewältigen war. Erst während der ersten Runde lernte ich die Strecke kennen, da vorher keine Zeit zum Abfahren war. Dies war aber kein Problem, da sie recht einfach ohne größere Gefahrenstellen zu fahren ist. Auch der Anstieg lag mir und ich war guter Dinge. Schnell musste ich aber feststellen, dass bei dem großen Feld der Ziehharmonika-Effekt besonders ausgeprägt war und immer wieder zurückfallende Fahrer große Lücken reißen ließen. Da ich ganz hinten fuhr um erst einmal die Strecke kennen zu lernen, war ich hier jedes Mal betroffen. Leider schon Ende der dritten Runde erkannte ich zu spät, dass drei Positionen vor mir auf der Kuppe (!) ein Fahrer den Anschluss verlor. Genau hier war der unglücklichste Punkt, weil das Feld in der folgenden Abfahrt enorm schnell und der Windschattenvorteil entsprechend groß war. So jagte ich mit zwei Gefährten eine Zeit lang im kurzen Abstand hinterher, bis sich das Feld langsam aber sicher entfernte. Lücke nicht mehr zu bekommen – der klassische Fall, 100 m weiter vorne rollen sie gut im Windschatten mit und selbst fährt man Anschlag und kommt nicht näher. Mist, mal wieder selbstverschuldet wegen schlechter Position und nicht aufgrund des erreichten körperlichen Limits zurückgefallen. In einer kleinen Gruppe fuhr ich dann noch 10 Runden, ehe wir überrundet und damit herausgenommen wurden. Gerade rechtzeitig um den Schlusskampf im Rennen zu sehen, bei dem Max es mit einer Attacke versuchte, aber wieder neutralisiert wurde und im Schlussspurt keine Rolle spielen konnte.

Ergebnis Internationales RÜCK XXXL Radrennen in Oberhausen (24.05.)
C-Klasse 18 x 4 km = 72 km – 1:40:02 Std.

1. Christoph Haxsen - RSG Lohne Vechta
2. Nils Büttner - RV Blitz Spich
3. Paul Lindenau - RV Germania Hamburg
...
Hauptfeld: Max Göke - RSC Eifelland Mayen / Avia Racing Team
DNF: Martin Reis- RSC Eifelland Mayen / Avia Racing Team


Ein Vorteil des frühen Aus vom Sonntag war vielleicht, dass ich für den Folgetag und den nächsten Klassiker nun doch etwas frischere Beine haben würde. Wieder führte der Weg nach NRW, diesmal nach Köln – genauer Longerich – zur 63. Austragung der Cologne Classics. Beim Rennen mit den klassenhöheren B-Fahrern waren 30 Runden a 2,2 km zu absolvieren. pfingsten1Bei meinem ersten B/C-Rennen in diesem Jahr konnte ich so auch erstmals in 2015 gemeinsam mit B-Fahrer-AVIA-Teamkollege Joshua Dohmen fahren. Mit dem Wetter hatten wir nun am Pfingstmontag wesentlich weniger Glück und mussten das ganze Rennen auf regennasser Fahrbahn hinter uns bringen, ein Umstand der in der Start-Ziel-Kurve bei einer Menge Stürze noch eine entscheidende Rolle spielen sollte. Leider auch bei Joshua, der gleich zweimal unverschuldet zu Fall kam – glücklicherweise ohne größere Verletzungen davon zu tragen. Für mich persönlich war es jedoch eine Wiedergutmachung zum Vortag. Ich fuhr zwar erneut das ganze Rennen von hinten, da meine Kurvenkünste bei diesen Bedingungen noch limitierter als im Trockenen ausgeprägt sind, konnte aber das Hauptfeld halten und so eine sehr gute und harte Trainingseinheit für die kommenden Aufgaben fahren. Nach annähernd jeder Runde musste ich allerdings fortwährend die entstandenen Lücken zu fahren und war so ständig beschäftigt, ohne viel Spielraum einmal auszuruhen. An ein Nachvornekommen um ggf. Joshua zu unterstützen war aber aufgrund dessen leider absolut nicht zu denken. Die Geraden mussten jedes Mal zum Lücke schließen herhalten, für mehr reichten weder Strecke noch Kraft. Mit einem 45er-Schnitt im Regenrennen bin ich persönlich trotzdem zufrieden, auch wenn es für unser Team momentan leider gar nicht rund läuft, wobei hier hoffentlich bald der Knoten platzt.

Ergebnisse 63. Volksbank Giro in Köln-Longerich (25.05.)
B/C-Klasse 30 x 2,2 km = 66 km – 1:27:43 Std.

1. René Schild - Team Magnesium Pur
2. Sven Thurau - VfR Büttgen 1912
3. Jarno Reimers - RSV Münster
...
Feld Martin Reis - RSC „Eifelland“ Mayen – AVIA racing team

Martin Reis

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