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Trainingstour in Polen (30.06.2015)

Nach unserer Vier-Länder-Tour durch Deutschland, Luxemburg, Belgien und Frankreich waren 2015 bereits vier an den Westen Deutschlands angrenzende Länder „beradelt“. Wo sich mir jedoch selten die Möglichkeit bietet, die Landschaft auf zwei Rädern zu erkunden, sind die im Osten Deutschlands liegenden Staaten.

So kam es passend, dass ich mit der Uni eine Exkursion nach Berlin machen durfte. In dieser Projektstudie, welche sich mit dem Agrarstrukturwandel in Ostdeutschland auseinandersetzt, konnten wir unsere Zeit sehr flexibel einteilen. Mit dabei war mein guter Freund und Avia Teamkollege vom Zandegiacomo Bonn, David Nothnagel. So konnten wir die 9 Tage nutzen und sind auf der Anreise bereits in Oberhausen das C-Klasse Rennen gefahren. 15polen1Nach einer Trainingsausfahrt im Norden Berlins und dem angrenzenden Kreis Barnim, verging bei uns beiden schnell die Lust auf weiteres Training in diesem Gebiet. Flachland, Beton und ein riesen Verkehrsaufkommen vermiesen es Radsportlern in der Regel. Mir auf jeden Fall. So wuchs in mir die Idee, eine Anreise mit dem Auto in Kauf zu nehmen und dafür Berge, historischen Boden und einen andere Kultur zu erleben.

Unsere Tour startete nach einer 100 km Anfahrt in Seelow. Auf den Seelower Höhen spielte sich im 2. Weltkrieg die größte Schlacht, welche es je auf deutschem Grund und Boden gegeben hat, ab. Ein doch merkwürdiger Gedanke der einen befällt, bedenkt man, dass vor gar nicht allzu langer Zeit, an dem Ort wo man steht, circa 45 000 Menschen innerhalb kürzester Zeit den Tod gefunden haben.

Nach einer 30 km währenden Aufwärmphase querten wir dann endlich die lang ersehnte Oder und meine Füße betraten zum ersten Mal polnischen Boden. Abgesehen von Dänemark bin ich nun in jedem an Deutschland angrenzenden Land Rad gefahren. Doch auch Dänemark knöpfe ich mir vor. Die nächsten 50 km durch Polen zeichneten sich durch eine viel geringere Bevölkerungsdichte als in Ostdeutschland aus. Auch waren die Wohnorte und Häuser deutlich ärmer aufgebaut, als wir es bei uns gewohnt sind. Unsere Einreise nach Deutschland in Frankfurt an der Oder bestätigte das Erlebte. Der polnische Teil der Stadt war in einem merklich schlechteren Zustand, als der unsere. Über weitere 40 km verkehrsarme Straßen ging es nun zurück zum Auto. Nach einem kleinen Marsch über das Museumsgelände mussten wir auch schon schleunigst zurück zur Jugendherberge, schließt schrie das Nachtleben Berlins nach uns ;)

Max Göke

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