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Großer Preis in Roschbach (05.07.2015)

Die Hölle von Roschbach – Hitzeschlacht im Glutofen

„Sahara Hitze lässt Asphalt schmelzen“... „Deutschland schwitzt im Glutofen“ und „Hitzewelle hat Schattenseiten“ sind nur einige Schlagzeilen von vielen. Passend zu den nagelneuen Teamtrikots des Avia Racing Teams, ganz in Schwarz, stellten wir uns in der prallen Mittagssonne in den Roschbacher Weinbergen an den Start des Großen Preises der Sparkasse Südliche Weinstraße in Roschbach.

Mit geschätzt 100 Konkurrenten waren wir nicht die einzigen Bekloppten, stellte ich zur Beruhigung fest. Kurz vor dem Rennen im klimatisierten Auto hatte ich verkündet, dieses mal langsam an die Sache ran zu gehen und nicht sofort vorne zu attackieren. Als Zeugen waren mit dabei Martin Reis und Philipp Lentz. In den letzten Rennen ging die soeben beschriebene Taktik leider nie auf, so muss es diesmal anders laufen, dachte ich. Doch kaum war die erste sechs Kilometer lange Runde gefahren, zuckten meine Beine, als vorne drei Fahrer ausrissen. Da mir das Tempo im Feld sowieso sehr langsam vorkam, sprintete ich spontan zu der kleinen Gruppe. Zwei Fahrer ließen sofort reißen, der Dritte allerdings, ein Sportler vom Team RSV Nassonia Limburg, harmonierte prächtig mit mir und wir bauten den Vorsprung zum Feld schnell aus. 15roschbachSomit habe ich mein Vorhaben, mich länger zurück zu halten, ganze sechs Kilometer aushalten können, dachte ich und fluchte über meine nicht vorhandene Geduld. Gerade die Hitze machte mir Angst, die verbleibenden 56 km vor dem Feld auszuhalten. Doch die Hitze war auch mein Segen. Fast niemand im Feld hatte Lust, bei diesen Temperaturen viel zu arbeiten und Nachführarbeit zu leisten.

In Runde vier von zehn schlossen dann zwei weitere Fahrer auf uns auf, unter anderem der später zweitplatzierte Yannic Maus. Nun war unsere Gruppe also etwas stärker geworden – gut, wie ich fand. Die Prämien, von welchen es jede Runde immer abwechselnd Wein oder Bargeld für die ersten drei Fahrer gab, teilten wir untereinander auf.

Leider schwanden die Kräfte und eine 7er Gruppe schnappte uns in Runde 6. Nun war die Harmonie zerstört. Keiner wollte führen und wir wurden immer langsamer. Zwei weitere Fahrer kamen hinzu. Nun waren wir also mit 13 Radsportlern vor dem Feld unterwegs und näherten uns dem Ziel.

Meinen Beinen war übel mitgespielt. So lange draußen, ließ sie in der letzten Runde krampfen. Sollte ich nun nicht unter die Top 10 kommen wäre das richtig mies, fürchtete ich. Drei Fahrer rissen aus! Super, dürfen also lediglich sechs vor mir sein, konstatierte ich. Es ging auf die höher gelegene Ziellinie zu und eine Sechsergruppe ist vor mir. Leider zwischen der Gruppe und mir ein weiterer Fahrer. Ich schaffte es mit den letzten Reserven, ihn kurz vor der Ziellinie mit verkrampften Beinen zu übersprinten.

Mit vier erfahrenen Prämien und meiner lang ersehnten ersten Top 10 Platzierung 2015 ist dieser Kraftaufwand sicherlich belohnt worden. Martin schaffte es in der Gruppe nach uns ins Ziel und könnte somit einen Top 20 Platz erkämpft haben. Phil kam mit der Hitze nicht parat und beendete das Rennen im Hauptfeld. Da bestimmt die Hälfte der angetretenen Sportler dies nicht schafften, eine gute Leistung des gesamten Avia Racing Teams und des RSC. Bei einem Eiskaffee im Anschluss kühlten wir den Körper und traten die Rückreise an.

Nächstes Wochenende stehen mit Lebach am Samstag und Limburg am Sonntag wieder zwei Rennen an. Ich hoffe euch dann auch so positiv berichten zu können ;)

Max Göke

 

Ergebnis Roschbach:

1. Jesko Vietense - RSV Dortmund-Nord 1979 / Racingteam-Rockpalast-Marcello
2. Yannic Maus - RV Concordia Reute
3. Tobias Lergenmüller - RV Edelweiß Roschbach
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10. Max Göke - RSC Eifelland Mayen / Avia Racing Team
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Verfolgergruppe: Martin Reis - RSC Eifelland Mayen / Avia Racing Team
Hauptfeld: Philipp Lentz VFB Polch / Avia Racing Team

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