index

SWT Radsportfestival Trierweiler (18.04.) + Rund um Düren (19.04.)

Für mich verlief die Saison bisher zufriedenstellend und so ging ich zuversichtlich ins erste Wochenende mit zwei Rennen. Sonnenschein und trockene Bedingungen warteten an beiden Tagen auf die Starter. Meine Bergform war zuletzt im baden-württembergischen Backnang recht gut und so hatte ich Hoffnung, auch in Trierweiler und Düren ordentlich mit zu kommen.

Samstags in Trierweiler waren nur knapp 70 Fahrer am Start. Starker Wind beeinflusste das Feld auf der 1,8 km-Runde im Industriegebiet. Von Anfang an gab es keine echte Struktur im Rennen, die häufigen Vorstöße einzelner Fahrer wurden immer wieder schnell neutralisiert. 15trierweiler1Nach knapp einem Drittel der Distanz gelang dann doch einer Dreiergruppe die Flucht. Sie blieben jedoch ständig in Sichtweite und immer wieder versuchten Fahrer aufzuschließen. Da das Rennen im hinteren Bereich des Feldes relativ kraftsparend gefahren werden konnte, waren bei mir genügend Reserven da, um mich nach 10 von 32 Runden auf den Weg nach vorne zu machen. Max hatte mich vorher schon mehrmals aufgefordert. Es lief dann relativ gut, ich versuchte zweimal erfolglos mich abzusetzen und machte später mit Max ein wenig Tempo, um die Lücke zur Dreiergruppe zu verkleinern. Nach so viel, für mich völlig ungewohnter, Action zog ich mich zum Ausruhen erstmal wieder nach hinten zurück. Hier konnte man schön mit Schwung die beiden kurzen Anstiege der Runde hochrollen. Max war weiterhin sehr aktiv als fleißiger Arbeiter und tat viel dafür, dass die Ausreißer wieder eingeholt wurden, schließlich hatten wir auch in der Renngemeinschaft, dem AVAI racing team, mit Philip Lentz und Neu-RSCler Reik Mantay zwei Sprintspezialisten. Tatsächlich wurde die Fluchtgruppe ca. 7 Runden vor Schluss gestellt und nun wollte ich es nochmal versuchen. Zwei weitere Attacken blieben aber leider erneut fruchtlos, die letzte 6er-Gruppe mit mir wurde 4 km vor Schluss eingeholt. Im Schlusssprint errang Reik dann noch den undankbaren 11. Platz, vom Ergebnis schade, das Team aber war aktiv und in allen Phasen des Rennens „dabei“. Auch aus RSC- und meiner persönlichen Sicht, kann man mit der Fahrweise zufrieden sein, Ergebnisse von Max und Reik werden sicher bald folgen.

Ich hatte in der letzten Runde dummerwiese noch einen Krampf in der Wade und spürte die Auswirkungen noch am nächsten Morgen, als es schon kurz nach 6 Uhr wieder losging. Derart beeinträchtigt zum großen Klassiker „Rund um Düren“ – na das konnte ja was werden. Anders als befürchtet, spielte es dann aber überhaupt keine Rolle. Auf dem Rad fühlte ich mich ordentlich erholt und fest entschlossen, mich besser als im vergangenen Jahr zu präsentieren. 15dueren1Um es vorab zu sagen, es ist auch gelungen. Allerdings war das Rennen mit dem von 2014 kaum zu vergleichen. Der Veranstalter hat die Strecke vollkommen verändert. Mir gefiel sie so sogar etwas besser, allerdings empfand ich sie auch als schwerer, da ausgerechnet die Flachstücke wegfielen und somit wirklich ausschließlich bergauf und bergab gefahren wurde. Direkt nach der Neutralisation auf dem Weg zur zweimal zu befahrenen „Eifelrunde“ jagte das Feld in den ersten Anstieg hinauf nach Kleinhau. Das 200-Mann-Feld wurde hier um ca. 80 Fahrer dezimiert, in dieser Menge hatte ich das noch nicht erlebt. Leider war auch ich dabei, wenngleich als vorletzter Fahrer, der kurz vor der Kuppe den Anschluss verlor. Schade, es war wirklich knapp. So bildete sich dann aber recht schnell eine 40-köpfige Gruppe, die zwar nicht mehr nach vorne kam, aber immerhin noch ihr eigenes Rennen fahren konnte. Ich konnte jeweils an den Bergen, je Runde zwei Stück von Zerkall hinauf nach Schmidt (genau entgegengesetzt zur früheren Abfahrt) und hinauf nach Vossenack das Tempo der Gruppe mitgestalten und bin daher relativ zufrieden. Weiter vorne überstand Max deutlich länger das hohe Tempo auf dem harten Kurs, musste dann aber schließlich am letzten Berg doch reißen lassen. Nochmal alle Kraftreserven für Teamkollegen Phil mobilisiert und dann fiel auch Max zurück. Er kam letztlich mit der dritten größeren Gruppe ins Ziel. Die Leistungen lassen auf die nächste Woche mit Rennen in Mainz (Reik) und dem saarländischen Überherrn (Max und Martin) hoffen, ehe es am ersten Maiwochende zur LVM nach Bann geht.

An dieser Stelle noch herzlichen Dank für die Bilder an Holger Radsport-Fotos.

Martin Reis

 

Ergebnis Trierweiler:

1. Frederik Fuest - RSV Nassovia Limburg
2. Stephan Bonis - FRA
3. Nils Trautmann - RSV Nassovia Limburg
...
11. Reik Mantay - RSC Eifelland Mayen / Avia Racing Team
...
Hauptfeld: Martin Reis - RSC Eifelland Mayen / Avia Racing Team
Hauptfeld: Max Göke - RSC Eifelland Mayen / Avia Racing Team

Ergebnis Düren:

1. Sven Thurau - VfR Büttgen 1912
2. Steffen Reiche - RSC 77 Schwerte / Team Rose NRW
3. Marek Maluszczak - RSV Team – ME Mettmann
...
Dritte Gruppe: Max Göke - RSC Eifelland Mayen / Avia Racing Team
...
Hinter Schlusswagen: Martin Reis - RSC Eifelland Mayen / Avia Racing Team

 

Zurück

Avia-racing-Team

> hier mehr


Aktuelle Termine

> hier mehr


Unsere Rennfahrer

> hier mehr