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Bundesliga-Straßenrennen Karbach

Am 05.06.2016 wurde das Bundesligarennen im bayrischen Karbach bei schönen warmen 25° ausgetragen. Ich selber bin Teil eines Bundesligateams aus Rheinland-Pfalz. Dabei ist es eigentlich üblich, einen Tag vorher schon eimal die Strecke zu besichtigen. Doch da Karbach „nur“ 200km entfernt ist, hat sich das für mich nicht gelohnt, extra ein Hotel zu buchen. Also bin ich mit meiner großen Schwester bei gemäßigter Zeit nach Bayern gefahren. Meine Erwartungen habe ich schon von Anfang an zurückgeschraubt. Denn zwei Wochen zuvor wurde ich in Frankreich eingesetzt, bei der ich für eine Verhältnisse gut fuhr. Doch leider war die Unterkunft in Frankreich eher dürftig. Wie schliefen dann bei offenem Fenster und so erkältete ich mich.

Nach einer Woche ohne Training fing ich wieder locker an. Doch so eine Woche merkt man dann schon. Dem entsprechend waren meine Beine nicht so frisch wie sonst. Zur Strecke ist zu sagen, dass sie einem Klassiker-Parkur ähnelt, denn sie besteht aus zwei Bergen. 16karbachDer erste zieht sich zuerst direkt durch den Zielort und bildet damit den Anfang der Runde. Doch dieser Berg ist nicht nur etwa 2km lang, sondern er verläuft erst über Kopfsteinpflaster und dann geht er über in Panzerplatten. Also rollt er gar nicht! Der zweite Anstieg ist eher ein steiler Stich, Über den man in 1,30min drüber gedrückt hat.

Nachdem euch die Strecke geschildert wurde, komme ich jetzt zu dem eigentlichem Rennen. Ich stand am Start leider in der letzten Reihe. Bei einem 100 Mann Feld ist das gar nicht mal so optimal. Denn es geht ja vom Start weg an hoch. Und wenn man hinten in einen solchen Berg hinein fährt, dann kostet das viel Kraft, wieder nach vorne zukommen. Nach den ersten Metern wurde mir schon verdammt warm und ich merkte, dass das heute sehr schwer wird, nicht aus dem Feld zu fliegen. Besonders bitter ist das natürlich, wenn man eine Woche zuvor noch Problemlos Attacken setzen konnte. Ich weiß, ich bemitleide mich selber. Doch es wird noch schlimmer. Als ich die erste Runde überstanden hatte, fuhr ich als zweiter in den ersten Berg hinein. Also eine optimale Ausgangssituation. Jetzt konnte ich ein paar Positionen sacken lassen. Dieses Spiel wiederholte ich noch eine weitere Runde. Dabei war jeder Anstieg eine Qual. Ich hatte ab und zu mal eine Lücke zum Feld, konnte die aber auf dem letzten Zahn schließen. Das schlimmste war aber, dass ich schon nach der ersten Runde Hunger hatte und ich so gezwungen war, schon nach Kilometer 10 etwas zu essen. Wenn man bedenkt, dass ich ja noch 110km zufahren hatte, würde das ein relativ teurer Nachmittag werden. Denn pro Gel oder Riegel zahlt man so 2 Euro und auf 100km werden das dann so 7 oder 8 Riegel. Macht dann um die 15-20 Euro, die ich definitiv nicht mehr einfahren kann.

Naja schlimm war auch, dass das Rollen im Feld selber schon viel zu hart war. Zwischen den Bergen wurde immer etwas gebummelt, doch darum war ich sehr froh! Genießen konnte ich das definitiv nicht. Wie keine Sekunde in diesem höllisch heißen Rennen. In der vierten Runde war es dann um mich geschehen. Zuerst fiel ich ab, fuhr dann noch einmal mit einer kleinen Gruppe heran, doch leider genau am Fuße des zweiten Berges. Jetzt waren die Beine so sauer, dass selbst der kleinste Gang der Eine zu viel war. Nun rollte ich ins Ziel und schloss aber relativ schnell mit dem Rennen ab. Denn was konnte ich schon erwarten, wenn am nicht 100% fit ist. Froh war ich auch, dass ich das aufziehende Gewitter im Auto verbringen durfte und nicht mehr auf der Strecke war. In den kommenden Wochen werde ich versuchen, mich für die Deutsche Meisterschaft in Form zu kriegen.

Julius Molinski

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