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Aufstieg in die A-Klasse 2017

Max Göke wird der erste A-Klasse-Fahrer des RSC Mayen

Nachdem ich letztes Jahr erstmalig und auch sehr knapp die B-Klasse halten konnte, stand dieses Ziel auch in der Saison 2017 fest. Der Traum, einmal im Leben die A-Klasse zu erreichen, manifestierte sich zusätzlich im Hinterkopf, schließlich sind fünf Platzierungen nicht absolut undenkbar, wenn der Klassenerhalt mit drei Platzierungen bereits geschafft ist.

Der Fokus der Saison lag selbstverständlich auf den B/C-Rennen. Einen besonderen Stellenwert nahm hierbei das Kriterium auf der Radrennbahn in Schopp ein. Vierzehn Wertungen auf 140 Runden waren ausgeschrieben, lediglich 40 Starter zugelassen. Wir waren mit zehn Fahrern unseres Teams am Start und Ziel war es, möglichst viele unter die heiß ersehnten Aufstiegsplatzierungen zu bringen. Hierbei mussten wir die zahlenmäßige Überlegenheit ausspielen und fassten den Plan, dass ich mit weiteren Helfern auf die Wertungen sprinte und unser Vereinskollege und ebenfalls B-Fahrer, Joshua Dohmen, mit weiteren Helfern den Rundengewinn vollzieht. Im Kriterium zählt Rundengewinn vor Punktestand, wodurch wir somit auf mehreren Ebenen abgesichert gewesen wären. Der Plan ging auf! Nach vier Wertungen, in denen ich zwölf Punkte ersprintet hatte, schossen Joshua, Phil und Nils am Feld vorbei. Es fanden sich direkt weitere Mitfahrer, wodurch eine achtköpfige Gruppe den Rundengewinn anpeilte. Wir anderen bremsten was das Zeug hielt und so wurde das Feld zügig überrundet. Anschließend sprintete ich weiter auf die Wertungen und konnte mit letztendlich 26 Punkten die meisten Punkte verbuchen. Somit waren Joshua und Phil durch die Überrundung und ich durch die Wertungssprints platziert. Dies war meine dritte aufstiegsrelevante Platzierung und somit der Klassenerhalt. Kleine Randbemerkung: Letztes Jahr hatte ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Einzige geschafft.

B/C-Rennen sind dieses Jahr zwar häufig ausgeschrieben, dennoch sind die meisten Veranstaltungen KT/A/B-Rennen. Direkt zwei Prestigeträchtige fanden Dienstagabend in Schifferstadt und Donnerstagmittag in Sossenheim statt. Das Schifferstädtische Kerwerennen ist ein pfälzischer Klassiker und dementsprechend stark besetzt. Auch in Sossenheim waren viele starke Teams vertreten und 7 Kurven auf einem 1-km-Rundkurs sorgten für genügend Selektion. Diese meiner Meinung nach brutal harten Rennen konnte ich mit viel Mühe und Qual im hinteren Teil des Feldes beenden. Zwar sprangen hier keine Platzierungen raus, aber der Trainingseffekt sollte groß sein.

Am darauffolgenden Sonntag starteten wir mit vier B-Fahrern (Josh, Silas, Marius und ich) beim B/C-Kriterium in Oberhausen. Ein sehr einfacher Kurs mit breiten Straßen und langen Geraden, dazu über 90 Starter, machte es Ausreißergruppen schwer. Die Taktik war, für Joshua zu fahren, der aufgrund seiner Drückerqualitäten der perfekte Ausreißer ist. Dies versuchte er während des Rennens immer wieder, leider blieb es aufgrund der eben beschriebenen Umstände bei Versuchen. Derweil fuhr ich auf die Wertungen und konnte auch hier genügend Punkte ersprinten, um die vierte Aufstiegsplatzierung mit einem achten Platz zu erreichen.

Mit diesen vier Platzierungen ging es nun entspannt zum A/B/C-VR-Cup im Zollernalbkreis. Unser Team bestand aus drei RSC-Fahrern, Julius Molinski, David Nothnagel und mir. Komplementiert wurde unser Team durch den Aviakollegen und Saarländer aus dem Bexbacher Verein, Marius Samson. Ein flaches Rennen, zwei bergige Rennen und zum Abschluss nochmal ein flaches Rennen standen auf dem Programm. Aufgrund der letztjährigen Teilnahme war mir klar, dass es hart wird. 67 Starter, davon über 25 A-Fahrer und viele gute Teams (Kernhaus, Embrace the World, Team Sigloch, Mini Team Düren, BL-Team Racing Students, Equipe Stuttgart-Vaihingen usw.) versprachen anstrengende Rennen auf hohem sportlichem Niveau. Letztes Jahr wurde ich bei den Bergrennen überrundet und konnte lediglich im letzten flachen Rennen im Sprint einen achten Platz erreichen. Dieses Jahr sollte es anders kommen.

Direkt bei der ersten Etappe gelang mir der Aufstieg in die A-Klasse mit einem zehnten Platz im Sprint. Das Rennen war gespickt von vielen Attacken, hauptsächlich initiiert von dem Kernhaus-Team rund um Simon Happel. Doch anders als in den Rennen in NRW kämpften hier viele weitere gute Teams mit gleicher Teamgröße um den Sieg und eine Gruppe kam nie zustande. Somit konnte ich geschont in den Sprint gehen und schaffte es knapp. Julius, David und Marius beendeten ebenfalls im Feld.

Im zweiten Rennen selektierte sich das Haupfeld bis zur letzten Runde auf 35 Fahrer und David, Julius und Marius wurden einmal überrundet. Ich bin im letzten Berg mit wenigen weiteren Fahrern weggeplatzt und rollte als 28. und mit über 30 Sekunden Rückstand ins Ziel. Somit war ich in der Gesamtwertung weit weg von den Top-10 und auch in der Teamwertung waren wir nun neunter von 16, womit wir weiterhin sehr zufrieden waren.

Das dritte Rennen, ebenfalls bergig, spülte mich nun weit nach vorne. Viele Berg- und Sprintwertungen machten es sehr selektiv, sodass zur Hälfte des Rennens lediglich 18 Fahrer das die Spitze stellten, darunter auch ich. Julius, David und Marius fuhren größtenteils im zweiten circa 25-Sportler großen Pulk, dem verbliebenen Hauptfeld. Nun setzten sich Simon Happel (Kernhaus), Christopher Schmieg (Embrace the World) und der Vorjahressieger Laurens Huizinga (Regionalauswahl Schwaben) ab und überrundeten das Feld, in dem unter anderem auch Marius noch aktiv war. Doch auch in unserer 15-köpfigen Gruppe ging es weiter heiß her. Die entscheidende Attacke konnte ich mitgehen und wir lösten uns mit sechs Fahrern. Schnell schlossen wir auf das Haupfeld auf, wodurch wir mit insgesamt neun Fahrern sicher platziert waren. Der Sprint konnte von mir nur von hinten gefahren werden, die Beine krampften was das Zeug hielt. So wurde ich achter von neun und die zweite Platzierung stand. Genial war, dass wir 2:21 Minuten Vorsprung rausfuhren, wodurch ich in der Gesamtwertung auf Platz neun rutschte. In der Teamwertung verblieben wir weiterhin auf Platz neun. Marius wurde auf der Etappe starker 22. was auch seinen ersten Eintrag auf rad-net.de in einem Rennen mit A-Beteiligung bedeutet.

Die letzte Etappe war wieder flach und es deutete vieles auf einen Massensprint hin. Die Teamrivalitäten der Spitzenreiter sorgten dafür, dass sich keine Gruppe entscheidend lösen konnte, was mir den Platz in der Gesamtwertung sicherstellte. Im Sprint schaffte ich dann lediglich den elften Platz. In der Teamwertung rutschen wir noch einen Platz vor und waren somit 8. von 16.

Wir waren super zufrieden mit den Ergebnissen und hatten auch während der gesamten Rundfahrt viel Spaß. Tagsüber ging es bei strahlendem Sonnenschein immer an einen Badesee in der Nähe unserer Unterkunft, abends wurde gemeinsam gekocht und im Rennen wurde zusammen gearbeitet. Ein tolles Erlebnis und die Fahrer des RSC Eifelland Mayen sind weiter zusammengewachsen und haben den Verein hier gut vertreten.

Max Göke

Schopp: Oberhausen:

VR-Cup 1. Etappe:

VR-Cup 3. Etappe: VR-Cup 4. Etappe: VR-Cup gesamt: VR-Cup Team:
5. Joshua Dohmen 8. Max Göke

10. Max Göke 8. Max Göke 11. Max Göke 9. Max Göke 8. Avia Racing Team
9. Max Göke            
15. David Nothnagel            

 

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