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Bergzeitfahren Ahrbrück-Lind & Ultra-Marathon Koblenz 2011

29.05.2011: RSCler testen zum zweiten Mal in Lind ihre Bergform

Das kostenlose Bergzeitfahren von Ahrbrück nach Lind hatten wir letztes Jahr schon unter die Räder genommen und es blieb dabei in positiver Erinnerung. 11lind1Wie schon 2010 fiel der Termin wieder auf das gleiche Datum wie die RTF in Buchholz und somit bot sich auch eine Wiederholung des Vorgehens vom Vorjahr an, allein die Protagonisten sollten nicht genau die selben sein.

Neben meiner Person fuhren dieses Mal noch Jens Bous und Paolo Ferrara nach der Sternfahrt nach Buchholz auch mit nach Ahrbrück. Mit 120 km "Warmfahren" hatten wir sicherlich mit die meisten Anfahrtskilometer. Ich spürte auch noch die Auswirkungen des Vortages (Marathon Euskirchen mit Martin Schäfer mit Vollgas) und so war ich, auch aufgrund des starken Windes, vor dem Start etwas skeptisch. Als wir schließlich vor Ort waren, ließ sich sogar Paolo, sonst nicht eben als Rennfahrer bekannt, zu einem Start bei dem sympathisch unaufgeregt organisierten Zeitfahren überreden.

Die 3 Mayener starteten in direkter Abfolge und kämpften also gleichzeitig um gute Zeiten, wobei Paolo schon vorab ankündigte, nicht ganz ans Limit zu gehen. 11lind2Trotzdem erreichte er mit guten 16:42 Min. das Ziel. Ich startete direkt, also eine Minute, vor Jens und war somit der Gejagte. Ich versuchte daher die Weisheiten der Sportkommentatoren umzusetzen, welche immer im Fernsehen verkünden, man solle sich bloß nicht nach den Verfolgern umsehen.

Das hielt ich sogar bis zur Zieldurchfahrt durch und wusste daher nicht, wie sich der Abstand verändert hatte. Auf Rang 31. mit 13:15 Min. erreichte ich letztlich das Ziel und blieb damit knappe 7 Sekunden vor Jens, der mit 13:22 Min. Platz 35. belegte. Zufrieden machten wir uns auf die von tollem Wetter begleitete Heimfahrt. Dabei reichte die Kraft sogar noch für einen (mit dem Rennrad seltenen) Besuch des höchsten Gipfels der Eifel, der hohen Acht.

Jens Bous

05.06.2011 – Auch Pannenserie kann RSCler beim Ultra-Marathon in Koblenz nicht stoppen

Als kleinen Exkurs möchte ich hier noch einige Sätze zum Koblenzer Ultra-Radmarathon anhängen. Die Begleitumstände für den mit 235 km und fast 4000 Höhenmetern nicht gerade einfachen Marathon waren teils skurril und in ihrer Anhäufung absolut unglaublich. Die ungewöhnlichen Wetterkapriolen, mit Luftfeuchtigkeiten, bei denen man fast scherzhaft von "flüssiger Luft" reden könnte, lasse ich bei Seite. Ich konzentriere mich alleine auf die unerklärliche Anhäufung technischer Probleme von den beiden gestarteten Mayener Marathonis Jens Bous und Martin Reis. 11koblenz1Mitten im Hunsrück, kurz hinter Kontrollstelle in Macken, riss Jens der Schaltzug zum Umwerfer und er "durfte" fast 30 Kilometer auf und ab mit dem großen Blatt bewältigen. Das Problem wurde dann an K 3 per Saitenschneider behoben und die Kette aufs kleine Blatt gelegt.

Soweit so gut, so etwas kann passieren. Da gilt auch für den anschließenden Plattfuß bei mir. Beide Schäden zusammen ließen uns aber schon von außergewöhnlichem Pech scherzen. Kurz darauf machte der nächste Defekt lautstark auf sich aufmerksam, als sich bei Jens die Kassette plötzlich und sehr schnell lockerte. Eine Weiterfahrt war sehr fragwürdig, hätten wir nicht gerade rechtzeitig die super ausgestattete Kontrolle in Müden erreicht, wo alles wieder in Ordnung gebracht wurde. Dieses Glück währte aber nur kurz und so verspürte nun wieder ich nach dem Anstieg zum Müdener Berg kurz vor Möntenich ein neues Problem. Urplötzlich hatte sich mein Hinterrad derart verformt, dass es sich nicht mehr drehen wollte. Nach längerem Suchen nach einem Speichenriss oder ähnlichem fanden wir die Ursache in einem ca. 4 cm langen Riss der an der Felge zu sehen war. Erneut schien die Weiterfahrt ausgeschlossen, doch wieder waren helfende Hände nicht weit. Wir besuchten unseren Vereinskameraden Alexander Gödert, der am Vormittag noch einen tollen Triathlon auf der Kurzdistanz in Mussbach als 13. abgeschlossen hatte. Er konnte mir glücklicherweise mit einem alten Hinterrad aushelfen. Die 7-fach-Kassette mit meiner 10-fach-Schaltung zu kombinieren war zwar auch nicht gerade einwandfrei, hielt aber die letzten 70 km bis ins Ziel. Vielen Dank daher noch mal an Alex.

Martin Reis

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