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200km Brevet Luxemburg 2011

23.04.2011 - Zu Gast im Nachbarland beim ersten 200er des Jahres

Zur Qualifikation für eines der Langstreckenevents in Europa schlechthin, Paris-Brest-Paris, das im August 2011 zur 17. Ausgabe startet, muss zuvor eine Serie von vier Brevets über 200, 300, 400 und 600km Länge absolviert werden. Paolo Ferrara und ich haben uns genau das für dieses Jahr zum großen Ziel gesetzt und werden die Serie am Standort in Köln in Angriff nehmen. Eigentlich stand ein Start beim 200km Brevet in Luxemburg für mich deshalb nicht auf dem Plan, doch leider machte pünktlich zum 200er-Auftaktbrevet in Köln zwei Wochen zuvor eine hartnäckige Erkältung einen Start unmöglich. So blieb mir nur der Besuch im Nachbarland übrig, um die Qualifikation für PBP weiterhin erreichen zu können. Paolos Teilnahme in Luxemburg viel dann leider auch einer Erkältung zum Opfer, so dass ich alleine mein Glück versuchte. Gegen ca. 7:45 Uhr stand ich pünktlich am ausgeschriebenen „Centre Sportive“, von wo aus die Teilnehmer um 8 Uhr auf die 200 km lange Runde durch Luxemburg geschickt werden sollten.

Doch leider war von jenen Teilnehmern keinerlei Spur, weshalb ich nach kurzem Rundgang stutzig wurde und einen Passanten um Rat fragte. 11lux200Wie sich herausstellte, befand ich mich am falschen Sportcenter im falschen Ort und musste mich mächtig beeilen, wollte ich überhaupt noch mitfahren. Fünf Minuten vor dem Start war ich endlich doch am richtigen Startort in Differdange und machte mich in Windeseile fahrbereit. In einer 4er-Gruppe machten wir uns schließlich auf den Weg und nutzten die ersten leicht welligen Kilometer zum Aufwärmen. Nach knapp zweistündiger Fahrt und 45 absolvierten Kilometern viel uns auf, dass wir dem GPS-Track im Navigationsgerät blind vertraut hatten und die Strecke falsch herum fuhren! So verlängerte sich die Tagesstrecke kurzerhand um 40 km und wir kamen zudem unfreiwillig in den Genuss einer „Stadtrundfahrt“ durch Luxemburg Stadt, als wir auf direktem Weg zur ersten Kontrolle in Mersch weiterfuhren. Hügelig ging es dann über viele kleine Landstraßen weiter zur Deutschen Grenze nach Echternach, sehr auffällig war die ungewohnte Ruhe und Verkehrsarmut unterwegs. Anschließend fuhren wir für einige Zeit komplett flach an der Mosel entlang bis nach Schengen, auf dem Weg dorthin begegneten uns Scharen von Radsportlern.

Unsere kleine Gruppe harmonierte im Flachen sehr gut und wir kamen trotz gelegentlichem Gegenwind in hohem Tempo voran. Am frühen Nachmittag wurde es dann richtig schwül-warm und auch einige Gewitterwolken zogen in der Nähe auf. Lange Zeit konnten wir die dunklen Wolken hinter uns lassen, doch kurz vor Schluss erwischte uns leider doch der starke Regen – vielleicht auch als Strafe für unser anfängliches Missgeschick. Jedenfalls wurden wir nass bis auf die Knochen, beschlossen aber weiterzufahren. Glücklicherweise verweilte der Regen nicht lange und die immer noch recht milden Temperaturen gestalteten die letzten Kilometer bis zum Ziel halbwegs erträglich.

Nach knapp über 8,5 h Fahrzeit und 245 km war das Ziel in Differdange schließlich erreicht, wo die wohlverdiente Dusche auf uns wartete. Fazit des ersten 200er der Saison: Öfter mal was Neues! Schöne, abwechslungsreiche Strecke durch Luxemburg, dazu ein sehr radsportfreundliches Klima seitens der Landsleute (und Autofahrer!). Trotz Krankheit schon wieder recht gute Form, auch die Länge war ohne Probleme machbar. Der 300er in Köln kann kommen.

Martin Schäfer

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