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Trainingslager Mallorca 2011

26.02. bis 09.03. - Sammeln von Grundlagenkilometern auf der spanischen Insel

Das Trainingslager auf Mallorca habe ich jetzt im dritten Jahr nacheinander durchgeführt und möchte es auch weiterführen. Es ist einfache eine tolle Möglichkeit in toller Umgebung und wärmeren Gefilden die Grundlage für die Saison zu schaffen. In diesem Jahr traf dies für mich noch viel deutlicher zu als in den letzten Jahren, da ich aufgrund meines Bandscheibenvorfalls im Winter annähernd 2 Monate auf dem Rücken verbracht habe. In dieser Zeit war an Training (nicht nur Radsport) in keiner Weise zu denken und somit nahm das Gewicht zu und die Form ab. 11malle1Auch durch Mallorca konnte ich dies einigermaßen auffangen und befinde mich nun nicht mehr so weit hinter den letzten Jahren. Doch nun konkret zu 2011: Mit Jens Bous hatte ich diesmal einen Mitfahrer, der (zumindest als Radfahrer) die Insel zum ersten Mal besuchte. Also versuchte ich mich als eine Art Fremdenführer und wir peilten alle Höhepunkt der mallorquinischen Straßenbauer an. Bei nur 12 Tagen Aufenthalt war dies ein ambitioniertes Unterfangen.

Gleich nach der Landung ging es perfekt los und wir trafen in kurz-kurz auf einen weiblichen Nachwuchskader des BDR, mit dem wir ein Stück fuhren. Wieder im Hotel war damit eins klar: Stimmung und Motivation stimmten, also konnten die Kilometer kommen. Wäre da nicht der Wettergott gewesen, der uns einen Strich durch die Rechnung machte und die Himmelsschleusen in den ersten Tagen gleich mehrfach weitest möglich öffnete (glücklicherweise war es trotzdem nicht sonderlich kalt) und dies mit extremem Wind abwechselte. Mit etwas taktischem Geschick gelang es uns allerdings auch an diesen Tagen einige schöne und ausgedehnte Touren zu machen z. B. zum Kloster Lluc, der Cala St.Vincenc und Sant Salvador (Bei Windstärke 5 im Rücken mit kurzzeitig ca. 50 km/h im Flachen). Den fälligen Ruhetag mussten wir dann wetterbedingt auf 2 Tage ausdehnen, was aber im Nachhinein zur Erholung gar nicht schlecht war. Er bescherte uns einen Besuch in Palma mit Stadtrundgang und Marktbesichtigung und einen Ausflug zum Bierkönig an der Playa de Palma. 11malle2Zur zweiten Reisehälfte hin wurde das Wetter nun deutlich besser und wir steuerten Tag für Tag absolute Highlights an, die für jeden Rennradfahrer eine Freude sind.

Die fantastische Fahrt nach Sa Calobra (inklusive des berühmten Krawattenknoten), der Höhenmeterritt über Coll de Orient, Coll de Soller und Puig Maior, die Fahrt entlang der Westküste nach Deia und erneut über Soller und Coll de Honor und abschließend am Abflugstag das Cap de Formentor. Hatten wir an den ersten 6 Tagen noch knapp über 400 Kilometer gesammelt so wurden es in der zweiten Reisehälfte immerhin schon fast 850. Mit entscheidend dafür war sicher die Königsetappe einen Tag vor Abreise mit über 9 Stunden reiner Fahrzeit und am Ende 214 km. So früh im Jahr habe ich noch nie die 200er-Marke durchbrochen. Die Tour führte uns von Playa de Muro aus entlang der Küstenstraße den "Schweineberg" hoch nach Arta, Abstecher zur Ermita de Betlem und von dort die Ostküste hinunter, dann wieder zur Inselmitte und zur Radrennbahn von Sineu. Der letzte größere Wegpunkt des Tages war mit Randa Cura von hier aus schon zu sehen. Danach ging es dann nur noch flach aber mit Gegenwind zurück zum Hotel. Tolle Tour wie auch der gesamte Aufenthalt und so spreche ich wohl auch für Jens, wenn ich schließe mit den Worten: „Wir kommen wieder!!!“

Martin Reis

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