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MTB-Bundesliga Saalhausen 2011

15.05.2011 - MTB-Bundesliga-Premiere für Lukas und Felix im Sauerland

Zum ersten Mal in meiner Mountainbikelaufbahn hatte ich mich dazu entschlossen in diesem Jahr an einem Lauf der Mountainbike-Bundesliga teilzunehmen. Auch Felix war sofort hellauf begeistert und so wurde das zu uns am nächsten gelegene Rennen in Saalhausen im Sauerland für unsere Bundesligapremiere gewählt. Um unsere Rennen möglichst stressfrei bestreiten zu können, hatten wir uns dazu entschlossen für das Wochenende eine Ferienwohnung zu mieten und so ging es schon freitags nach der Uni los in Richtung Saalhausen. Erst gegen halb zehn abends erreichten wir dann unsere Wohnung auf einem Bauernhof. Also hieß es schnell das Auto ausräumen und noch ein paar Nudeln in den Kochtopf schmeißen.

Am nächsten Tag packten wir dann unsere Räder ins Auto in der Hoffnung schon ein paar Runden auf der Strecke drehen zu können. Leider stellte sich heraus, dass Teile der Strecke nicht befahrbar waren, da sie durch Zieleinläufe des Marathons blockiert wurden. Auch den Rest der Strecke konnten wir uns mangels Beschilderung nicht zusammensuchen und so verschoben wir das Training auf den Nachmittag. Nach dem spannenden Sprintrennen der Profis machten wir uns dann auf um die Strecke zu erkunden. Insgesamt galt drei enorm steile Rampen (eine auf der Wiese, eine mit Wurzeln gespickt und eine mit einigen losen Steinen) und zwei sehr technische Abfahrten zu bewältigen. Insgesamt fanden wir uns aber gut auf der trockenen Strecke zurecht und freuten uns auf unsere Rennen am nächsten Tag. 11saalh1Als am Sonntagmorgen dann der Wecker klingelte, verhieß der Blick zum Himmel nichts Gutes: es hatte sich zugezogen und begann leicht zu regnen. Als wir dann das Auto gepackt hatten und Richtung Saalhausen fuhren, wurde der Regen zunehmend stärker. Felix verzichtete darauf andere Reifen aufzuziehen und stellte sich nach dem Warmfahren an den Start.

Leider erwischte er im Vergleich zu Houffalize einen sehr schlechten Start und ging so als Letzter ins Rennen. Es gelang ihm aber im Lauf des Rennens noch einige Plätze nach vorne gut zu machen und landete so auf einer immer weiter aufweichenden Strecke und in einem stark besetzten Starterfeld auf Platz 41. Zurück in unserem Quartier montierten wir noch schnell einen Reifen mit gröberem Profil an meinem Vorderrad, da unter den bestehenden Verhältnissen die Strecke zum Nachmittag hin immer tiefer werden würde. Bereits in meiner Trainingsrunde wurde mir klar, dass mir ein äußerst anspruchsvolles Rennen bevorstand. Die technischen Passagen waren sehr tief geworden und mussten mit voller Konzentration in Angriff genommen werden. Bereits nach einer Runde auf der Strecke sahen Fahrer und Fahrrad aus wie Sau. Als dann der Startschuss fiel, konnte ich schnell einige Plätze gut machen. Doch leider hatte sich während ich in der Startaufstellung stand der Himmel so stark verdunkelt, dass ich durch meine getönte Brille die erste Abfahrt in einem dunklen Nadelwald im Blindflug bewältigen musste und mich nur grob an den Bewegungen meines Vordermanns orientieren konnte, da es unmöglich war Wurzeln auf dem Boden auszumachen. Also im nächsten Flachstück die Brille aus und in den Helm gesteckt. Zwar flog mir so der Matsch direkt in die Augen, aber so konnte ich wenigstens etwas mehr erkennen. Ich fand schnell einen guten Rhythmus mit dem ich auch die zweite Runde in Angriff nahm. Berghoch konnte ich gut Druck auf die Pedale bringen und hatte mich auch mit dem Regen und dem Matsch abgefunden. Da eine der technischen Abfahrten aufgrund nasser Wurzeln, die schräg im Hang verliefen, kaum noch zu fahren war, beschloss ich das kurze Stück zu Fuß zu absolvieren.

Doch leider erwischte ich mit dem Fuß genau solch eine nasse, schräg zum Hang verlaufende Wurzel auf der ich wegrutschte und mit vollem Schwung mit der Hüfte auf den dazugehörigen Baumstumpf knallte. Die ersten Tritte auf dem Rad waren äußert schmerzhaft und so war ich (zusätzlich motiviert durch Regen und die Erwartung bald von einem der Profis wie Fumic, Milatz oder Hermida überrundet zu werden) auf dem Weg Richtung Ziel hin- und hergerissen zwischen durchbeißen und aufhören. Im Ziel hörte ich dann den Sprecher verkünden, dass die Spitze bald wieder durchkommen müsste. Immer noch war ich unentschlossen. Als ich dann in der Feedzone von Felix und meiner Freundin Laura mit „Quäl dich!!!“ angefeuert wurde, war klar, dass aufgeben eigentlich keine Option war. Also weiterfahren, konnte ja eh nicht mehr lange dauern bis ich überrundet würde und dann war aufgrund der 80%-Regel sowieso Feierabend. Erst kurz vor Beendigung meiner dritten Runde kam dann von hinten das deutsche Meistertrikot von Moritz Milatz angeflogen und ich wurde wenige Meter später aus dem Rennen genommen, ebenfalls auf Platz 41. Insgesamt war die Bundesliga in Saalhausen eine sehr schöne Veranstaltung mit einer anspruchsvollen Strecke die durch das bescheidene Wetter nochmal um einiges schwieriger wurde. Eine weitere Teilnahme im nächsten Jahr ist nicht auszuschließen.

Lukas Geisbüsch

13.05.2011 - Doppelstart beim MTB-Marathon und Bundesliga-Rennen in Saalhausen

Freitags trat ich die Reise zum Bundesliga Wochenende nach Saalhausen an. Für mich stand am Samstag morgen der 65km Shark Attack Marathon auf dem Programm und Sonntags bei gutem Gefühl noch das U23 Bundesliga Rennen. Gut ausgeruht und vorbereitet stand ich am Samstag morgen, bei gutem Wetter, am Start zur 65km langen Marathon runde, bei der es ca. 2300hm zu bewältigen galt. Nachdem der Start, aufgrund der doch etwas unglücklich angeordneten Startblocks, etwas chaotisch verlief, konnte ich mich recht schnell am ersten langen Anstieg weit nach vorne katapultieren. Da das Rennen mit vielen steilen Rampen gespickt war, musste ich mich extrem oft mit vielen schmerzen im Rennen halten, was mir jedoch recht gut gelang. Da an dem Tag alles gut lief und ich viel druck auf dem Pedal hatte, konnte ich mein hohes Anfangstempo bis zum Schluss halten und so am Ende den 21. Gesamtrang und 7. Rang in meiner Altersklasse einfahren. Gewonnen hat hier das Männerrennen der ehemalige Straßenprofi Felix Schäfermeier, der „nur“ rund 12 Minuten schneller war. Am Sonntag morgen hatte ich mich dann bei geänderten Wetterbedingungen (immer wieder Regen) dazu entschieden, das U23 Rennen zu fahren, um die schnellen Starts weiter zu trainieren.

Da ich schon in der Nacht einige Krämpfe hatte, was wohl auf das Rennen vom Samstag zurück zu führen ist, hatte ich keine großen Hoffnungen. Da ich normal keine Bundesliga Rennen bestreite und daher keine Punkte habe, fand ich mich bei der Startaufstellung in der letzten Reihe wieder, was das unterfangen nicht gerade einfacher machen sollte. Da die Strecke relativ früh eng wurde, hieß es direkt am ersten Anstieg schieben, was mir den gesamten Rhythmus nahm. Nachdem ich dann auch noch in der 2. langen Abfahrt in der 1. Runde gestürzt bin und aufs Knie flog, dachte ich zuerst direkt ans aufgeben. Hier habe ich aber nochmals gebissen und bin noch in die 2. Runde gefahren. Da die schmerzen im Knie leider nicht weniger wurden und sich die Krämpfe auch nicht einstellten, habe ich mich am Ende der 2. Runde dazu entschieden das Rennen zu beenden und als schnelles kurzes Training ab zu hacken. Das Gesamte Wochenende hat sehr viel Spaß gemacht, auch wenn es Sonntags nicht mehr so gut lief, gab der Marathon am Samstag große Motivation für das weitere Training in den kommenden Wochen und viel Zuversicht für die nächsten Rennen wie den Schinderhannes Marathon am 22.05.

Julian Biefang

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