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Marcel-Wüst-Challenge

Die neue „Marcel-Wüst-Challenge“ ist eine Herausforderung für jeden Hobbyradler

Die „Radarena am Nürburgring“ hat für Radtouristen genauso wie für den ortsansässigen Hobbyradfahrer einiges zu bieten. Von diesen Qualitäten wollte sich unlängst der Partner von „Radhelden Rheinland-Pfalz“, der Kölner Ex-Profi Marcel Wüst überzeugen. Gerne folgte er daher im Jahr 2014 einer Einladung von Oberbürgermeister Wolfgang Treis nach Mayen. „Schön habt ihr’s hier“ war einer der ersten Sätze von Wüst. wuest3Da ahnte er noch nicht, auf welch anspruchsvolle aber gleichzeitig schöne Runde ihn Treis gemeinsam mit Bürgermeister Rolf Schumacher, Bürgermeister Gerd Heilmann (VG Vordereifel) und Ortsvorsteher Stefan Wagner (Nitztal) schicken würde.

Nach kurzem Aufwärmen in Mayen ging es zum StoppOmat nach Nitztal, einer permanenten und kostenlosen Zeitmessanlage für jedermann. Hier bekam Wüst einen ersten Eindruck von der hügeligen Tagestour mit Start und Ziel in Mayen. Die Eifel um Mayen und ihre verkehrsarmen und landschaftlich schönen Straßen sind dem 14-fachen Etappensieger (Tour de France, Giro d’Italia, etc.) allerdings noch aus Profizeiten ein Begriff, schließlich führten ihn etliche lange Trainingsrunden bis hierhin. Entsprechend erkannte der nicht eben als Bergspezialist berühmte Weltklassesprinter viele Abschnitte wieder und hatte zu fast allen kleine Anekdoten zu erzählen. So gehörten gleich mehrere auf der Runde liegende Anstiege zu seiner sogenannten „Kannibalenrunde“, einer besonders langen und höhenmeterintensiven Trainingsrunde aus seinen Hochzeiten, in denen Wüst zwischen 30 000 und 35 000 km pro Jahr auf dem Rad zurücklegte. Auch von Frühjahrstouren bei Schnee, Kälte und starkem Wind wusste Wüst den interessiert lauschenden Mitfahrern einiges zu erzählen.

Zumindest bei den Wetterbedingungen hatte der Radsportgott aber für diese Tour ein Einsehen und schickte die Gruppe bei bestem Radwetter und blauem Himmel los. Nachdem schon knapp 30 Radfahrer den Weg ins Nitztal fanden und dort miterlebten wie Marcel Wüst mit 9:05 Minuten eine Referenzzeit am „Pic Royal“ setzte, machte sich knapp die Hälfte auf, Wüst auch auf der neuen „Marcel-Wüst-Challenge“ zu begleiten.

Die Runde beinhaltet zwei Zeitmessanlagen, sie führt über 110 km und 1600 Höhenmeter von Mayen durch die Radarena in der Eifel wieder zurück zum Ausgangspunkt. Von Kirchwald aus führt die Strecke über Langenfeld und Arft geradewegs zur Hohen Acht. Kurz vor dem Erreichen selbiger trennt man sich von den mühsam erkämpften Höhenmetern und es geht bergab über Jammelshofen ins Kesselinger Tälchen und weiter ins Ahrtal. Nun folgt die Route dem Ahrradweg bis ins beschauliche Fuchshofen, wo der zweite StoppOmat zu finden ist. Hier wurde dir Gruppe um Wüst von örtlichen Politikern und Mitgliedern des lokalen Radvereins RC Herschbroich in Empfang genommen. Selbstverständlich ist auch die Nutzung dieser Bergzeitfahrstrecke kostenfrei und folgt demselben Muster wie beim Nitztaler Pendant. Auch hier zeigte der Ex-Profi, dass er einmal das Bergtrikot der Tour de France trug (wenngleich schlitzohrig im Flachland erobert) und setzte mit 13:54 Minuten eine Duftmarke, die einigen Vergleichen Stand halten wird. Am Ziel in Reifferscheid lud dann der RSC Eifelland Mayen mit seinem Vorsitzenden Martin Reis zu einem kurzen Verpflegungsstopp, ehe sich die Gruppe in rasanter Abfahrt hinab nach Adenau stürzte. Hier musste Wüst nun noch einmal „arbeiten“ und zog als Losfee aus den bisherigen Teilnehmern beider StoppOmaten einige Gewinner von kleinen Sachpreisen. Im Anschluss folgte der letzte Teil der Etappe, der die Fahrer nun zum Namensgeber der Radarena, dem Nürburgring führt und von Quiddelbach über Nürburg die Rennstrecke dann Richtung Virneburg hinter sich lässt. wuest4In Kreuznick biegt der Radler dann zum letzten Mal auf schöne, ruhige Straßen ab und erreicht über Luxem, Weiler und Monreal schließlich wieder Mayen. Die Runde findet man als Beschreibung und als GPS-Track in der Radarena.

Marcel Wüst lobte die Runde als kurzweilig, landschaftlich schön und trotzdem sportlich anspruchsvoll. Mit seiner fröhlich freundlichen Kölschen Art unterstrich Wüst während der gesamten Tour die Kurzweiligkeit und lieferte den richtigen Mix aus Anekdoten von seiner Profizeit, Tipps zu Material oder effektivem Training. Die erhofften Geheimtricks, die Wunder bewirken könnten, waren dann Aussagen wie „Wer schneller werden will, muss sich im Training bis zur Grenze quälen“ oder „mehr Radfahren, weniger Essen“ leider nicht. Wüst stellte aber sofort klar: „Für ambitionierte Amateurrennfahrer führt daran kein Weg vorbei, die große Masse soll sich aber nicht verrückt machen lassen, sondern einfach mit Spaß an der Bewegung und an der Natur Radfahren.“ Den Satz, der wie aus einem Werbeprospekt klingt, hat Wüst nicht nur ernst gemeint, sondern wirklich verinnerlicht. Dieses Radfahrgefühl vermittelte er nicht nur den Mitfahrern der Tour authentisch, sondern lebt es auch seinen Gästen des eigenen Radsportangebots auf Mallorca täglich vor.


17. Mai 2014 - Ex-Radprofi Marcel Wüst setzt Richtzeit am StoppOmat

Bei strahlend blauem Himmel und damit bestem Radfahrerwetter konnten Oberbürgermeister Wolfgang Treis und Bürgermeister Rolf Schumacher den Kölner EX-Radprofi Marcel Wüst in Mayen begrüßen. Gemeinsam mit einer kleinen Delegation des RSC Eifelland Mayen um den Vorsitzenden Martin Reis stellte sich die Stadtspitze dem Vergleich des Kölschen Jung Wüst mit dem Mayener Jung vor dem Alten Rathaus. wuest1Ein „Sieger“ war jedoch nicht festzustellen, und so sollte die permanente Bergzeitfahrstrecke am „StoppOmat“ von Nitztal nach Kirchwald eine Entscheidung bringen.

Knapp 30 Radfahrer fanden den Weg ins Nitztal und wollten live dabei sein, wenn der 14-fache Etappensieger (Tour de France, Giro d’Italia, etc.) sich am „Pic Royal“ versuchen würde. In einer kurzen Ansprache begrüßte Bürgermeister Schumacher, selbst passionierter Radfahrer, die Radler genauso wie die inzwischen hinzugestoßenen Bürgermeister Gerd Heilmann (VG Vordereifel) und Ortsvorsteher Stefan Wagner (Nitztal). Der Aufforderung Schumachers, nun eine Bestzeit auf den Asphalt zu bringen, fiel Marcel Wüst allerdings sofort mit seiner fröhlich-freundlichen Kölschen Art ins Wort: „Die Zeiten, in denen ich mich beim Radfahren gequält habe, sind vorbei, und die Berge konnte ich als Sprinter ohnehin nie leiden. Für einen Kölner wäre eine Zeit von 11:11 Minuten doch nicht schlecht, oder?“

Ganz so leicht wollte es Wüst den Lokalmatadoren aber dann doch nicht machen, Rennfahrer bleibt schließlich Rennfahrer. So setzte er mit 9:05 Minuten eine Marke, wenngleich es wohl nicht das absolute Limit war. Derart herausgefordert, ließen sich aber auch die Mayener Lizenzrennfahrer nicht lange bitten und Max Göke gelang sogar mit 7:33 Minuten ein neuer Streckenrekord. Somit gibt es nun für alle interessierten Radfahrer gleich zwei neue Referenzmarken zur eigenen Orientierung. Rund um die Uhr können Radfahrer aber auch Läufer jederzeit die vom RSC Mayen betreute Anlage kostenlos nutzen und sich, wenn gewünscht, nach Einwurf der Wertungskarte mit Gleichgesinnten im Internet vergleichen. „Die verkehrsarme und landschaftlich schöne Strecke lohnt sich für alle Radlertypen. wuest2Ob das Erreichen einer Bestzeit oder das regelmäßige Überprüfen der eigenen Form, auch unsere Mitglieder nutzen die Anlage regelmäßig“, so der Vorsitzende des RSC Mayen, Martin Reis.

Diese verkehrsarmen und landschaftlich schönen Strecken um Mayen zogen auch Marcel Wüst in seiner aktiven Zeit immer wieder zum Training in die Eifel. Obwohl der einstige Träger des Bergtrikots der Tour de France (im Jahr 2000 gelang ihm das einzigartige Kunststück, im schlitzohrig eroberten, weiß-rot gepunkteten Bergtrikot einen Massensprint der Tour zu gewinnen) bei annähernd jedem Hügel auf der folgenden Strecke seine vermeintlich fehlenden Bergqualitäten in die Runde warf, zeigte er sich beeindruckt von der in Mayen startenden 110 km-Schleife: „Diese Strecken in der Radarena am Nürburgring sind für Radfahrer sehr schön und trotzdem mit sportlichem Anspruch zu fahren. Da werde ich auf alle Fälle wiederkommen, allein schon, um die StoppOmaten noch einmal anzugehen.“

Wüst unterstreicht diese Begeisterung für der Eifellandschaft durch seine Partnerschaft mit „Radhelden Rheinland-Pfalz“ und weiß auch während des gesamten Tages den Mitfahrern lustige Anekdoten zu jedem Winkel seines ehemaligen Trainingsgebiets zu erzählen. Er war im wahrsten Sinne des Wortes ein Star zum Anfassen, der bereitwillig sämtliche Foto- und Autogrammwünsche erfüllte, alle Fragen zur richtigen Trainingsmethodik beantwortete - Zitat: „mehr Radfahren, weniger Essen“ - und ausgiebig aus dem Nähkästchen plauderte, um den Hobbyradlern den Profiradsport näher zu bringen.

Martin Reis

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